Auf Nummer sicher Von seiner neuen TruMatic 6000 hört Jörg Oberschmidt wenig. Das findet er gut und lässt sie gerne mal allein.

Seiner neuen TruMatic 6000 vertraut Jörg Oberschmidt auch in der Geisterschicht.

1 Sterne2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Geben Sie uns Ihr Feedback)
Loading...Loading...

Auf Nummer sicher

Die neue TruMatic 6000 erweist sich im ersten Praxistest bei Oberschmidt als extrem prozesssicher und zuverlässig. auch wenn man sie alleine lässt.

Wenn Michael Grave von der neuen TruMatic 6000 redet, kommt er ins Schwärmen: „Besonders die Prozesssicherheit ist beeindruckend. Ich bin schon seit 25 Jahren in diesem Geschäft, aber eine solche Zuverlässigkeit habe ich bei einer Kombimaschine noch nicht erlebt.“ Grave ist Betriebsleiter bei der Jörg Oberschmidt GmbH + Co. KG, die seit Juni 2012 als Testkunde mit der neuen Stanz-Laser-Maschine arbeitet. Dieter Pfisterer, Leiter der Neuentwicklung Stanz- und Kombimaschinen bei TRUMPF, erklärt warum: „Als Testkunden suchen wir Unternehmen aus, die ein breites Produktspektrum haben, innovationsfähig sind und auch einmal etwas Neues wagen. Deshalb entschieden wir uns für Oberschmidt als einen von vier Testkunden.“

Der Lohnfertiger fährt vor allem nachts und am Wochenende Geisterschichten und produziert hochwertige Komponenten im Dünnblech. Während dieser Zeiten ist es wichtig, dass die Maschine zuverlässig ohne ständige Beobachtung arbeitet. „42 Stunden lief die TruMatic 6000 bereits in der Testphase an einem Wochenende ohne Unterbrechung durch“, erinnert sich Grave.

Prozesssicherheit und Teilequalität

Die Gründe für die hohe Prozesssicherheit liegen für ihn im Wesentlichen in den neuen TruMatic Assistenz-Systemen und in der Smart Punch Monitoring-Funktion. Bei verhakten Teilen sorgen beispielsweise die TruMatic Assistenz-Systeme für Abhilfe. Sobald der Sensor in der Teilerutsche ein verhaktes Teil erkennt — egal ob auf der Stanz- oder auf der Laserseite —, löst die Funktion eine Vibration der entsprechenden Teileklappe aus. Auf der Stanzseite senkt sich die Matrize ab und der Stanzkopf fährt in die höchste Position, um dem Blech den maximalen Freiraum zu geben. Auf der Laserseite klopft der Laserniederhalter das Blech aus. Damit schleust die Maschine auch kleine Teile immer zuverlässig aus. Weitere Softwarefunktionen machen das Be- und Entladen der Maschine mit Automatisierung besonders prozesssicher.

Die Smart Punch Monitoring-Funktion trägt ebenfalls zur Prozesssicherheit bei. „Wenn wir eine Geisterschicht fahren, dann kann es immer einmal vorkommen, dass ein Stempel bricht“, erklärt Geschäftsführer Jörg Oberschmidt. „Im schlimmsten Fall produziert die Maschine dann schon mal zehn Stunden lang Schrott. Die Smart Punch Monitoring-Funktion verhindert das.“ Und das funktioniert so: Zwei Lichtsensoren überprüfen nach dem letzten Hub und vor dem Werkzeugwechsel, ob tatsächlich ein Loch gestanzt wurde. Wenn nicht, ist klar: Stempelbruch. Das Folgewerkzeug bleibt im Magazin, die Maschine stoppt, löst Alarm aus und sendet via TruTops Message automatisch eine SMS, eine E-Mail oder ein Fax an den Maschinenbediener und informiert ihn über die Ursache des Stillstandes. So verhindert die Funktion Ausschussteile.

Teile ohne Kratzer

Doch nicht nur die hohe Prozesssicherheit, auch die verbesserte Teilequalität begeistert Grave: Die absenkbare Matrize sorgt für Blechbearbeitung ohne Kratzer. Während die Maschine das Blech positioniert, senkt sich die Matrize ab und verhindert so, dass sie den Werkstoff beschädigt. Beim Ausschleusen verhindern mit Bürsten versehene Teileklappen Kratzer auf den Teilen. „Das ist wichtig, da unsere Kunden erwarten, dass die Teile direkt aus der Maschine gleich fertig zur Verarbeitung sind. Da sind keine oder nur sehr wenig Nacharbeiten wie Schleifen oder Bürsten vorgesehen“, kommentiert Grave.

Immer das passende Werkzeug

Nicht nur für die Kunden, auch für den Feinblechspezialisten selbst ist es wichtig, schnell zu sein. Besonders bei kleineren Serien sind kurze Rüst- und Vorbereitungszeiten deshalb ein entscheidender wirtschaftlicher Faktor. Neue Funktionen der TruMatic 6000 helfen, die Nebenzeiten zu reduzieren.

So erhöht die Ein-Schneidkopf-Strategie die Flexibilität der neuen TruMatic 6000. Während der Bediener den Schneidkopf an der Vorgängermaschine für unterschiedliche Blechdicken manuell wechseln musste, bearbeitet nun ein Schneidkopf verschiedene Materialstärken. Zudem ist ein Werkzeugwechsler jetzt optional direkt in den SheetMaster integriert. Der bietet Platz für 40 zusätzliche Werkzeugstationen und wird über den Greifarm des SheetMasters bedient. Der integrierte Werkzeugwechsler erweitert kostengünstig den Werkzeugspeicher der Maschine — ohne zusätzlichen externen ToolMaster. Dadurch ist immer das passende Werkzeug verfügbar, auch wenn man die Maschine mal alleine lässt.

Die intuitive Steuerung der TruMatic 6000 punktet bei Grave ebenfalls: „Um herauszufinden, wie bedienerfreundlich sie wirklich ist, habe ich einen Kollegen an die Maschine gestellt, der mit ihr vorher noch nichts zu tun hatte. Ihm gelang die Bedienung auf Anhieb.“

Teamarbeit auf höchstem Niveau

Als Testkunde konnte Oberschmidt bei der Optimierung der Maschine aktiv mitarbeiten. Für Grave ist das ein großer Vorteil. „Wir hatten für jeden Bereich einen kompetenten Ansprechpartner: für das Programmiersystem TruTops Punch, für die Maschine selbst und für die Maschinensoftware. Das Ergebnis dieser engen Kooperation war Teamarbeit auf höchstem Niveau.“ Denn TRUMPF Experten begleiteten die Einführung der Maschine von Anfang an und konnten jederzeit schnell weiterhelfen, wenn er noch Verbesserungspotenziale entdeckte.

Mit dem Ergebnis ihrer engen Zusammenarbeit sind beide Seiten zufrieden — wie Dieter Pfisterer bestätigt: „Auch wenn wir eine Maschine schon bei uns auf Herz und Nieren testen, ist es immer sehr interessant, zu sehen, wie die Testkunden die neue Maschine nutzen. Von den Daten, die wir daraus gewinnen und analysieren, profitieren unsere Kunden, wenn die Maschine in den Markt kommt.“

 

Sie haben Fragen?

Schreiben Sie uns: Blechhelden@de.trumpf.com

Dieser Artikel erschien erstmals im Frühjahr 2013.



Schreiben Sie einen Kommentar

*

Bitte füllen Sie folgende Felder aus: Name, E-Mail-Adresse, Kommentar (Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht).

Der Kombi-Spezialist

Wer:

Jörg Oberschmidt GmbH + Co. KG, Westerkappeln. Gegründet 1966, 40 Mitarbeiter. www.oberschmidt.com

Was:

Konzentration auf qualitativ hochwertige Komponenten im Dünnblech, Spezialist für Stanz-Laser-Kombibearbeitung für alle Branchen

Womit:

TruMatic 7000, 2 x TruMatic 6000, TruLaser 3040, 2 x TruPunch 5000,
8 TRUMPF Biegemaschinen, davon eine mit BendMaster

TruMatic 6000 auf einen Blick

  • Hohe Teilequalität: Die absenkbare Matrize, mit Bürsten versehene Teileklappen sowie ein neuer Laserniederhalter verhindern Kratzer auf der Blechober- und -unterseite.
  • Mehr Prozesssicherheit: Die Smart Punch Monitoring-Funktion schlägt im Ernstfall sofort Alarm und TruMatic Assistenz-Systeme sorgen dafür, dass auch Kleinteile zuverlässig ausgeschleust werden.
  • Reduzierte Nebenzeiten: Die Ein-Schneidkopf-Strategie macht einen Schneidkopfwechsel überflüssig.
  • Gesteigerte Energieeffizienz: Die Leistungsaufnahme des Lasers wird reduziert, wenn er nicht schneidet, trotzdem ist er innerhalb weniger Sekunden wieder betriebsbereit.

 

Weitere Informationen:

www.de.trumpf.com/trumatic

Die Prozesssicherheit der TruMatic 6000 begeistert Michael Grave: „Eine solche Zuverlässigkeit habe ich bei einer Kombimaschine noch nicht erlebt.“


Oberschmidt setzt auf die Kombination von Stanzen und Laserbearbeitung.


Die intuitive Steuerung der TruMatic 6000 punktet bei Oberschmidt ebenfalls.

zur Übersicht aller Werkzeugmaschinen von TRUMPF