Blechmacher und Teamplayer Aus einem Ein-Mann-Betrieb hat Thomas Claaßen ein Unternehmen mit 220 Mitarbeitern gemacht. Wie das gelingen kann? „Mit einem guten Team und modernen Maschinen“, sagt der Geschäftsführer. So bleibt er weiter auf Wachstumskurs.

In Saterland-Scharrel hat sich Thomas Claaßen den Traum von der Selbstständigkeit erfüllt. Maschinen- und Metallbau Claaßen ist heute in der Region für hochwertige Lösungen aus Blech bekannt.

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Blechmacher und Teamplayer

Wie wächst man als Lohnfertiger schnell und sicher? Mit mutigen Entscheidungen und Mitarbeitern, die gerne zur Arbeit kommen. Thomas Claaßen macht vor, wie das funktioniert.

Sein eigenes Unternehmen führen, das wollte Thomas Claaßen schon immer. 1999 war es dann soweit. Er wagte den Schritt und machte sich selbstständig. Seitdem geht es aufwärts – und wie: Der Ein-Mann-Betrieb ist der Garage, in der alles begann, längst entwachsen. 220 Mitarbeiter sind heute an Bord. Und den Namen Maschinen- und Metallbau Claaßen bringt rund um Saterland-Scharrel jeder mit hochwertigen Lösungen aus Blech in Verbindung. Im Nordwesten Niedersachsens, mitten im Dreieck Leer, Oldenburg und Cloppenburg, hat das Unternehmen seinen Sitz. „Wir haben in der Region einen guten Ruf“, betont der Geschäftsführer. „Man kennt uns als Lohnfertiger mit modernem Maschinenpark und als engagierten Ausbildungsbetrieb.“

Attraktiver Arbeitgeber

Ein gutes Team ist für ihn ein wichtiger Faktor für die nachhaltige Entwicklung seines Unternehmens. Und gleichzeitig die größte Herausforderung: „Der Fachkräftemangel macht uns schwer zu schaffen“. Er ist sich sicher: „Wer sich da nicht gut aufstellt und vernünftig ausbildet, wird irgendwann auf der Strecke bleiben.“ Als Arbeitgeber will er darum attraktiv bleiben und die Mitarbeiter langfristig an seinen Betrieb binden. Wer den Meister machen oder noch ein Aufbaustudium anhängen möchte, der stößt bei ihm auf offene Ohren und kann mit Unterstützung rechnen.

Claassen-Fachkraefte

Der Fachkräftemangel macht Claaßen zu schaffen: „Auf Dauer werden uns vor allem die Leute an der Maschine fehlen – die Bediener“, sagt der Geschäftsführer.

„Unser Problem wird auf Dauer aber gar nicht der Techniker oder der Ingenieur sein. Uns werden die guten Leute an der Biegemaschine oder an der Lasermaschine fehlen – die Bediener“, betont Claaßen. Mit fundierter Ausbildung steuert er gegen. Und profitiert gleich doppelt, denn das spricht sich herum und lockt neue Nachwuchskräfte an. Derzeit erlernen 16 Jungen und Mädchen die Berufe Feinwerkmechaniker, Metallbauer sowie Industrie- und Bürokaufmann. Künftig will er damit noch stärker Werbung für seine Firma machen und soziale Netzwerke nutzen.

Chancen bieten

Zum Team von Thomas Claaßen gehören auch Mitarbeiter, die auf dem Arbeitsmarkt sonst kaum Chancen hätten: „In unserem Tochterunternehmen Syntegra beschäftigen wir derzeit 35 Menschen mit Behinderungen. Viele davon mit Sprachproblemen“, erklärt Claaßen. Sie fertigen einfachere Biegeteile. Dabei sind sie aber in die ganz normale Fertigung integriert und arbeiten mit den anderen Beschäftigten zusammen. „Die Leute aus dem Syntegra-Team sind stolz, einen Job in einem Wirtschaftsunternehmen zu haben“, sagt Claaßen.

Entscheidungsfreudig

Gute Mitarbeiter sind für Claaßen eine Voraussetzung für unternehmerischen Erfolg. Ein moderner Maschinenpark die andere. Nach Meilensteinen der Unternehmensentwicklung gefragt, antwortet er selbstbewusst: „Wir investieren ständig. Insofern ist für uns eigentlich jedes der vergangenen Jahre ein Meilenstein.“

Insgesamt 13 Anlagen von TRUMPF stehen bereits im Maschinenpark. Neben diversen Biegemaschinen und einer Stanz-Laser-Maschine auch eine TruLaser 5030 fiber. „Das war unsere erste Maschine mit Festkörperlaser und eine der ersten der Baureihe, die TRUMPF überhaupt auslieferte. Da waren wir ganz vorne mit dabei“, sagt Claaßen. Überhaupt sei es entscheidend, schnell zu reagieren: „Man muss entscheidungsfreudig sein. Wenn man sich über eine Investition erst vier Jahre Gedanken macht, dann kommt man dreieinhalb Jahre zu spät.“

Claassen-Qualitaet-Praezision

Qualität und Präzision ist ein Muss: Beides sichert Claaßen durch moderne Maschinen und Maßnahmen wie die Erstmusterprüfung.

Einer für Alles – auch Kompliziertes

Sein Unternehmen sieht er als Allrounder, entsprechend breit ist es technologisch aufgestellt. „Ich möchte meinen Kunden ein Rund-um-Sorglospaket anbieten. Das ist für uns essenziell. Wenn man sich nur auf eine Technologie beschränkt, ist es schwer, sich am Markt weiterzuentwickeln.“ Schnelle Reaktionszeiten und maximale Flexibilität sind für ihn das Maß der Dinge. Seine Laser- und Biegemaschinen hat er automatisiert.  Das steigert die Produktivität seiner Anlagen und sichert ihm auch die geforderte Qualität der Teile. Beste Qualität zu liefern gehört zum Selbstverständnis von Claasen. Daher setzt das Unternehmen zusätzlich auf eine Erstmusterprüfung: „Bevor ein Teil in größerer Serie in Fertigung geht, wird erst ein Stück davon gefertigt und akribisch geprüft“, betont der Geschäftsführer.

Prinzipiell fertigt das Unternehmen alles: Vom einfachen Laserzuschnitt bis zur komplexen Baugruppe. Doch der Trend geht klar zu Letzterem: „Wir wollen uns bei unseren Kunden stärker als Systempartner etablieren. Der Fokus liegt für uns mittlerweile eher auf komplizierten Schweißbaugruppen.“ Die liefert der Lohnfertiger mit dem eigenen Fuhrpark auf Wunsch auch direkt ans Band. „ Wir müssen flexibel bleiben“, betont Thomas Claaßen. „Das dürfen wir bei all dem Wachstum nicht vergessen.“

 

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Schreiben Sie uns: Blechhelden@de.trumpf.com

Dieser Artikel erschien erstmals im Juni 2014.



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Der Lohnfertiger für alle Fälle

Wer:

Maschinen- und Metallbau Claaßen GmbH, Saterland-Scharrel.
Gegründet 1999, 220 Mitarbeiter.
www.claassen-maschinenbau.de

Was:

Der Lohnfertiger liefert alles, vom einfachen Laserzuschnitt bis zur komplexen Baugruppe. Das Unternehmen fertigt Teile in Stückzahlen von eins bis 40.000. Im Umkreis von 300 Kilometern beliefert es die Kunden mit dem eigenen Fuhrpark

Womit:

TruLaser 5040, TruLaser 5030 fiber, TruLaser 3030, TruMatic 6000 und
sieben neue TruBend Biegemaschinen

Der Schweißfachbetrieb THOCLATEC GmbH gehört ebenfalls zur Firmengruppe Claaßen. Hier entstehen Schweißbaugruppen: „Über komplexe Bauteile wollen wir uns als Systempartner etablieren“, erläutert Thomas Claaßen.


Ein moderner Maschinenpark ist für Thomas Claaßen die Basis für unternehmerischen Erfolg. In seiner Fertigung stehen neben einer TruMatic 6000 zwölf weitere Maschinen von TRUMPF.


Mit fundierter Ausbildung steuert er gegen und ermöglicht seinen Mitarbeitern Weiterbildungen, um ihr Wissen ständig zu vertiefen.


Kunden im Umkreis von bis zu 300 Kilometern beliefert der Lohnfertiger mit dem eigenen Fuhrpark.

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