Die Entwicklungshelfer BBW Lasertechnik mag kniffelige Aufträge. Dann zeigt das Team, was es kann: komplexe Vorrichtungen bauen und perfekte Teile liefern.

Im oberbayerischen Prutting haben Johann Bürger und Johannes Weiser (rechts) auch für ausgefallene Kundenwünsche eine Lösung parat.

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Die Entwicklungshelfer

Wenn ein Auftrag auf die Maschine geht, hat die Arbeit der Spezialisten von BBW Lasertechnik oftmals schon längst begonnen. Das Bauteil ruht in deren maßgeschneiderten Vorrichtungen.

Komplizierte Konturen exakt schweißen, nicht selten unter Zeit- und Kostendruck? Bei BBW Lasertechnik ist das Arbeitsalltag. „Und zwar einer, der uns jede Menge Spaß macht“, sagt Dr. Johannes Weiser, der das Unternehmen gemeinsam mit Johann Bürger führt. „Wir wollen für unsere Kunden schon in der Entwicklungsphase ein starker Partner sein und die effizienteste Lösung finden.“

Dazu hat BBW Lasertechnik im oberbayerischen Prutting viele Möglichkeiten. Ob Schweißen, Schneiden, Bohren und Laserbeschriften oder die mechanische Bearbeitung von Blech: Kunden aus unterschiedlichsten Branchen wissen die Angebotspalette ebenso zu schätzen wie die Zertifizierung nach der Qualitätsnorm ISO/TS 16949 der Automobilindustrie. „Das Zertifikat hat uns ein großes Stück nach vorne gebracht“, erzählt Weiser. „Es ist ein echter Meilenstein in unserer Unternehmensgeschichte.“

Von 20 auf 7.000 Quadratmeter

Diese beginnt 1997 auf 20 Quadratmetern im Gebäude der Burkart Elektronenstrahltechnik GmbH, des damaligen Arbeitgebers von Johannes Weiser und Johann Bürger. Für einen Kunden schnitten sie bereits sogenannte Stents mit dem Laser. Der Kunde war davon überzeugt, dass das Team mit besserer Technik noch leistungsfähiger wäre, und bot an, größere Investitionen zu unterstützen.

So gründeten Bürger und Weiser gemeinsam mit Firmenchef Arno Burkart die BBW Lasertechnik. 1999 zählen bereits Großunternehmen wie Daimler oder Robert Bosch zu den Auftraggebern, Maschinenpark und Mitarbeiterzahl wachsen. 2002 zieht sich Burkart aus der Firmenleitung zurück. Das junge Unternehmen bleibt auf Wachstumskurs. Seit 2009 bietet das neue Firmengebäude in Prutting mit 7.000 Quadratmetern Raum für die Spezialaufgaben von BBW.

Alleinstellungsmerkmal Vorrichtungsbau

Und die liegen im Bereich Laserschweißen, -schneiden und -bohren, aber vor allem auch im Vorrichtungsbau. Ein Alleinstellungsmerkmal, sagt Johann Bürger und erklärt: „Exakte Vorrichtungen sind für die Qualität komplexer Teile beim Laserschweißen entscheidend.“ Hinzu kommt die umfassende Beratung der BBW-Experten. Da kann es passieren, dass das Team bisherige Konstruktionen der Kunden infrage stellt und komplett verändert.

BBW-Laserschweissen-TruLaser Robot 5020

„Exakte Vorrichtungen sind für die Qualität komplexer Teile beim Laserschweißen entscheidend“, sagt Johann Bürger.

Ziel ist immer, die optimale Basis für den bestmöglichen Vorrichtungsbau zu schaffen. „Für einen Kunden aus der Schließtechnik haben wir so deutlich effizientere Produktionsabläufe erreicht, denn bei elektronischen Schlössern mit einem komplizierten mechanischen Innenleben kommt es auf jeden Millimeter an“, erzählt Johannes Weiser. Über Sensoren und Prüfelemente findet eine erste Qualitätskontrolle bereits im Fertigungsprozess statt. Spezialaufträge übernimmt BBW auch beim Laserschneiden. „Mit der TruLaser 2025 von TRUMPF können wir sehr genaue Konturen bei filigranen Teilen im Blechdickenbereich von 0,3 bis acht Millimeter schneiden — und damit eine weitere Nische abdecken“, so der Geschäftsführer.

Für alle Fälle gewappnet

Aber nicht nur für spezielle Kundenwünsche bietet der Dienstleister maßgeschneiderte Lösungen. Auch Schweißapplikationen für Bauteile zur Schadstoffreduktion oder Lenksäulenverstellungen für die Serienfertigung in der Automobilindustrie übernimmt BBW. Um die geforderten tiefen Schweißnähte zu realisieren, investierte das Unternehmen in die TruLaser Robot 5020 von TRUMPF mit einem vier Kilowatt TruDisk Laser.

„Wir haben eine programmierbare Fokussieroptik (PFO) einbauen lassen, die gerade beim Schweißen vieler kleiner Nähte für effi ziente Prozesse sorgt. Da sehen wir für uns enormes Zukunftspotenzial“, sagt Johann Bürger. Überzeugt von den Vorteilen der Laserzelle, investiert BBW zudem in eine TruLaser Cell 3000 mit 6,6 Kilowatt TruDisk Laser und PFO.

Gesamte Prozesskette abdecken

„Die Maschinenkonzepte von TRUMPF sind einfach ausgereift“, so Johannes Weiser. „Auch die zugehörigen TruTops Softwarepakete überzeugen uns.“ Dies war ein wichtiges Argument für den Erwerb der TruBend 5085, denn die Software ist kompatibel mit dem CAD-System des Unternehmens. So kann BBW seinen Kunden die gesamte Prozesskette Blech anbieten.

Vor allem der Vorrichtungsbau und damit die Entwicklung von Prototypen ist für Bürger ein Markt, der noch lange nicht erschöpft ist: „Auch wir wachsen an jedem Auftrag und lernen immer weiter dazu.“ Ganz so, wie es bei jeder guten Partnerschaft der Fall sein sollte.

 

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Schreiben Sie uns: Blechhelden@de.trumpf.com

Dieser Artikel erschien erstmals im Herbst 2013.



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Effiziente Lösungen aus Oberbayern

Wer:

BBW Lasertechnik GmbH, Prutting. Gegründet 1997, 65 Mitarbeiter. www.bbw-lasertechnik.de

Was:

Entwicklungspartner mit Spezialisierung auf Laserbearbeitung und Vorrichtungsbau — fertigt Prototypen und Serienteile für Automobilbau, Medizintechnik und Lebensmittelindustrie

Womit:

TruLaser Robot 5020 mit TruDisk 4002, TruLaser Cell 3000 mit TruDisk 6602, TruLaser 2025, TruBend 5085,
TrumaBend E 35, TruFlow 3000,
TruFlow 2500

BBW baut Vorrichtungen und hilft bei der Optimierung von Bauteilen — die dürfen gerne auch etwas ausgefallen sein.


Die Qualität der Teile ist für BBW besonders wichtig. Die Zertifizierung nach der Qualitätsnorm ISO/TS 16949 der Automobilindustrie hat das Unternehmen ein großes Stück nach vorne gebracht.


Bauteile für die Serienfertigung seiner Kunden produziert BBW ebenfalls.


Die Software der TruBend 5085 ist kompatibel mit dem CAD-System von BBW.


„Mit der TruLaser 2025 können wir sehr genaue Konturen bei filigranen Teilen in Blechdicken von 0,3 bis acht Millimeter schneiden“, betont Johannes Weiser.

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