„Diese Schicht rechnet sich“ Mit LASERdur ZN beschichteten Matrizen beim Biegen verzinkter Bleche lässt sich Zeit und Geld sparen. Sven Kölbel, Geschäftsführer der K­-Metall GmbH , erklärt im Interview warum sich die Schicht rechnet.

Sven Kölbel, Geschäftsführer der K­-Metall GmbH ist von mit LASERdur ZN beschichteten Matrizen überzeugt.

1 Sterne2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Geben Sie uns Ihr Feedback)
Loading...Loading...

„Diese Schicht rechnet sich“

Beim Verarbeiten von verzinkten Blechen führen Kaltverschweißungen schon nach wenigen Biegungen zu Beschädigungen der Zinkschicht am Bauteil. Damit ist bei der K-Metall GmbH in Oelsnitz jetzt dank einer mit LASERdur ZN beschich­teten Matrize Schluss. Geschäftsführer Sven Kölbel berichtet vom Einsatz des Werkzeugs und erklärt, warum sich die Beschichtung schon nach kurzer Zeit rechnet.


Wofür setzen Sie verzinkte Bleche ein?

Sven Kölbel: Hauptsächlich für Entwässerungsrinnen für den Außenbereich, eines unserer Eigenprodukte. Aber auch Maschinenbauteile, die vor Jahren noch aus Edelstahl gefertigt wurden, machen wir jetzt häufiger aus verzinkten Blechen.

Worin liegt die Schwierigkeit bei deren Bearbeitung?

Bereits nach wenigen Biegungen lagert sich an den Matrizeneinlaufradien Zink ab,  was  zu Kaltverschweißungen führt. Selbst wenn diese sich nur im Hundertstelbereich bewegen, kommt es zu Oberflächenbeschädigungen am Blech. Hinzu kommen Winkeltoleranzen von plus/minus einem Grad, sodass eine präzise Biegung nicht mehr möglich ist. Um das zu verhindern, mussten wir die  Matrizensegmente ständig reinigen, was natürlich zu Stillstandzeiten geführt hat.

K-Metall_Matrize

Dank der mit LASERdur ZN beschichteten Matrize bleibt die Zinkschicht des Bauteils unbeschädigt.

Sind die Stillstandzeiten so bedeutend?

Der Reinigungsaufwand für einen kompletten Standardmatrizensatz liegt bei rund 90 Minuten, er  kann aber auch einmal bis zu zwei Stunden in Anspruch nehmen, wodurch ein Facharbeiter bis zu 25 Prozent seiner Arbeitszeit mit Reinigungsarbeiten verbringen muss. Und dieser Aufwand fällt immer an, auch bei kleineren  Losgrößen.  Bei besonders hohen Stückzahlen kommt noch die Zeit für die Zwischenreinigung der Werkzeuge dazu, damit die Biegequalität konstant gut bleibt.

K-Metall_Vergleich

Mit LASERdur ZN beschichtete Matrize nach 3.000 Biegungen (links). Standardmatrize mit Zinkablagerungen nach 300 Biegungen.

Seit dem letzten Jahr haben Sie einen mit LASERdur ZN beschichteten Matrizensatz mit einer Gesenkweite von zehn Millimetern im Einsatz. Was hat sich verändert?

Wir verwenden den Matrizensatz sowohl auf unserer TrumaBend V320 als auch auf der neuen TruBend 5320 und bearbeiten damit Material von 1,0 bis 1,5 Millimeter Dicke. Zur Reinigung der Matrize genügt jetzt das schnelle Abwischen der Werkzeugflächen mit einem Tuch.

Die beschichtete Matrize rechnet sich somit für Sie?

Ja, die Mehrkosten für die Beschichtungen mit LASERdur ZN amortisieren sich schnell. Die Zeitersparnis an sich ist schon beträchtlich, zudem schonen wir unsere Standardmatrizen. Denn die bisherige Reinigung mit Vlies oder Schabern führte natürlich zu Verschleiß. Die längeren Standzeiten der Standardmatrizen muss man folglich in die Gesamtrechnung mit einbeziehen.

K-Metall_Fertigung

Wir verwenden den Matrizensatz sowohl auf unserer TrumaBend V320 als auch auf der neuen TruBend 5320 und bearbeiten damit Material von 1,0 bis 1,5 Millimeter Dicke.

Kaltverschweißungen an der Standardmatrize führten zu Winkeltoleranzen. Durch die mit LASERdur ZN beschichteten Matrizen ist auch nach vielen Biegungen eine präzise Fertigung garantiert.

Alles in allem sind Sie mit der beschichteten Matrize also zufrieden?

Auf jeden Fall. Für den Einsatz der Matrize haben wir ein Teilespektrum, das die Mehrinvestition rechtfertigt. Die Zeitersparnis, längere Standzeiten und die bessere Teilequalität durch eine präzise,  wiederholgenaue Fertigung haben uns überzeugt.

 

Sie haben Fragen?

Schreiben Sie uns: Blechhelden@de.trumpf.com

Dieser Artikel erschien erstmals im Frühjahr 2016.


Schreiben Sie einen Kommentar

*

Bitte füllen Sie folgende Felder aus: Name, E-Mail-Adresse, Kommentar (Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht).

Clevere Bieger

Wer:

K-Metall GmbH, Oelsnitz.Gegründet 1990. 56 Mitarbeiter. www.k-metall.de

Was:

Das Unternehmen beliefert den Fahrzeug-, Maschinen-, Anlagen- und Apparate-
bau mit Laserteilen, Stanz-/Nibbel-Teilen, Fräs- und Schweißteilen sowie mit kompletten Baugruppen oder fertigen Produkten.

Womit:

TruBend 5320, TrumaBend V320 und andere

Sven Kölbel: 

„Für das Reinigen eines Standardmatrizensatzes wendet ein Facharbei­ter bis zu 25 Prozent seiner Arbeitszeit auf. Zeit, die wir jetzt sparen.“

zur Übersicht aller Werkzeugmaschinen von TRUMPF