Geerdet „Wer nachhaltig arbeitet, profitiert doppelt“, findet Roland Kiefer. Seeger Lasertechnik klimatisiert darum mithilfe der Lasermaschinen.

Roland Kiefer ist davon überzeugt, dass sich eine ökologische Ausrichtung auch ökonomisch rechnet. Darum investierte er in nachhaltige Haustechnik.

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Erdverbunden

„Ökologie und Ökonomie schließen sich nicht aus“, findet Roland Kiefer. Den Beweis liefert er selbst.

Roland Kiefer sagt: „Jeden Tag ein kleiner Schritt bedeutet am Ende des Jahres eine große Strecke.“ Sein erster Schritt war dabei nicht gerade klein: Er übernahm 2006 die Seeger Lasertechnik GmbH. Mittlerweile stehen drei TRUMPF 2-D-Flachbettlasermaschinen in der 1.600 Quadratmeter großen Produktionshalle in Lorsch. Wegen der teuren Bodenpreise an der Schnittstelle der Metropolregionen Rhein­Main und Rhein­Neckar ließ sich der geschäftsführende Gesellschafter spannende Lösungen für seine Produktionsstätte einfallen.

Neben einem hallenhohen Stopa­Lager, das künftige Hallenerweiterungen bereits berücksichtigt, stehen beispielsweise die Schaltschränke der drei Laser auf Podesten erhöht über den Maschinen. Das spart viel Platz und erleichtert gleichzeitig die Anbindung an die Haustechnik. Für Roland Kiefer ein wichtiger Aspekt: Denn bei allem Modernisierungs­ und Erweiterungsbestreben ist dem umtriebigen Unternehmer vor allem eines wichtig: eine ressourcenschonende Produktion.

Nachhaltig erfolgreicher

Damit spart er Energiekosten und gewinnt neue Kunden. Er weiß: Insbesondere Großunternehmen berücksichtigen heute bei der Vergabe von Aufträgen vermehrt umweltfreundliche Produzenten — wenn die Fertigungskosten vergleichbar sind. Seeger ist diesbezüglich bestens aufgestellt. Dafür sorgt nicht zuletzt seine Klimatisierungslösung. „Am alten Standort war es in der Produktion im Winter warm und im Sommer glühend heiß“, erzählt er. „Das wollte ich in der neuen Halle vermeiden.“

Heute bildet ein Geothermiesystem die Basis für eine Produktion ohne extreme Raumtemperaturen. Und für Büroräume, die ohne eine fossile Heiz­ und Klimaanlage auskommen. Beim Bau seines Betriebs ließ der Unternehmer dafür 40 Sonden jeweils 30 Meter tief in den Boden treiben. Die Temperaturunterschiede zwischen Abwärme und Bodentemperatur nutzt Seeger im Sommer zur Kühlung der Halle und im Winter für die Fußbodenheizung im gesamten Gebäude, inklusive Verwaltungstrakt. Seither lassen sich die Räume das gesamte Jahr lang angenehm und kostengünstig temperieren.

Über TRUMPF Universalkühlschnittstellen docken bei Seeger drei TruLaser Maschinen an das hauseigene Klimasystem an.

Schnell amortisiert

„Ökonomie und Ökologie schließen sich nicht aus“, betont Kiefer und zeigt auf seine drei Lasermaschinen. Die TruLaser 3030, die TruLaser 5030 sowie die TruLaser 5040 docken über TRUMPF Universalkühlschnittstellen ans hauseigene Klimasystem an. So nutzt Seeger die Abwärme der Laserproduktion und das rechnet sich: „Jährliche Einsparungen in Höhe von etwa 20.000 Euro amortisieren die Anschaffungs­ und Einrichtungskosten innerhalb weniger Jahre“, erläutert Kiefer.

Während die Geothermieanlage und ein Solarsystem auf dem Hallendach von Beginn an zur Planung gehörten, entstand die Idee zur Abwärmenutzung erst nach verschiedenen Gesprächen mit TRUMPF. Das Ergebnis: Seeger Lasertechnik ist weltweit das erste Unternehmen, das seine Laserschneidanlagen per Universalkühlschnittstelle in die Haustechnik einbindet und die Maschinenwärme über die Geothermieanlage nutzt.

„Die Realisierung der Maschinenkühlung über unsere Haustechnik war eine spannende Aufgabe, da künftige Hallenerweiterungen ebenfalls berücksichtigt werden mussten“, erklärt der Seeger-­Chef und deutet auf das verzweigte Rohrleitungsnetz unter dem Hallendach. Der hausinterne Kühlwasserkreislauf übernimmt an den Universalkühlschnittstellen die Abwärme der Lasermaschinen und leitet sie zum Geothermiesystem.

Effizienter Festkörperlaser

Besonders freut den Unternehmer, dass aufgrund der Universalkühlschnittstellen keine Umbauten an den Lasermaschinen notwendig waren. Die Zu­ und Abläufe wurden einfach mit dem Hauskreislauf verbunden — fertig. Die Kühlschnittstelle ist eine Ergänzung zum Standardkühlaggregat. Selbst ein Maschinenweiterverkauf ist daher weiterhin problemlos möglich. Über einen Verkauf seiner „blau­weißen“ Maschinen denkt Roland Kiefer aber sowieso nicht nach, er plant lieber die nächste Unternehmenserweiterung, inklusive einer weiteren Lasermaschine. Die TruLaser 5040 fiber mit effizientem Festkörperlaser hat er bereits im Blick.

 

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Dieser Artikel erschien erstmals im Herbst 2012.



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Unternehmen auf Wachstumskurs

Wer:

Seeger Lasertechnik GmbH, Lorsch. Gegründet 1991, 53 Mitarbeiter. www.seeger-laser.de

Was:

Für Unternehmen aus der Medizintechnik, dem Maschinen-, Fahrzeug- und Nutzfahrzeugbau sowie Hersteller von Bau- und Landmaschinen produziert der Lohnfertiger alles  – vom Einzelstück bis zur Großserie mit 100.000 Teilen

Womit:

TruLaser 5040, TruLaser 3030, TruLaser 5030, TruBend 5050, TruBend 5230, TrumaBend V 320, Stopa-Lager

Als Lohnfertiger erledigt Seeger in drei Schichten alle Aufgaben rund um die Metallbearbeitung.

Nachhaltiger Lohnfertiger

Roland Kiefer übernahm die Seeger Lasertechnik GmbH am 1. Januar 2006 – damals ein Metallverarbeitungsbetrieb mit zehn Mitarbeitern und der Kernkompetenz Laserschneiden. Sechs Jahre später ist die Produktionsfläche verdoppelt, der Umsatz vervierfacht und 53 Mitarbeiter sind angestellt – darunter fünf Auszubildende.

Heute erledigt Seeger als Lohnfertiger in drei Schichten alle Aufgaben rund um die Metallbearbeitung: Schneiden, Kanten, Umformen und Drehen, Fräsen, Bohren, Gewindeschneiden, Entgraten, Drücken sowie verschiedene Schweißarbeiten.

Die Schaltschränke der Anlagen sitzen platzsparend auf Podesten.


Seeger übernimmt das Schneiden, Kanten, Umformen und Drehen, Fräsen, Bohren, Gewindeschneiden, Entgraten, Drücken sowie verschiedene Schweißarbeiten.


Für seine Kunden fertigt Seeger alles – vom Einzelstück bis zur Großserie mit 100.000 Teilen.


Seeger nutzt die Abwärme der Laserproduktion, so lassen sich Büros und Fertigung das gesamte Jahr lang angenehm und kostengünstig temperieren.

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