Das Licht bleibt an Leuchtenbauer Erich Ludwig jr. ist auf das Ende der Glühbirne bestens vorbereitet. Er hat für Leuchten mit LEDs bereits die passenden Lösungen.

Die Leuchtstofflampe geht, die LED kommt. Erich Ludwig stellt das vor die größte Herausforderung der Firmengeschichte.

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Licht aus, Spot an!

133 Jahre nach ihrer Erfindung endet der Lebenszyklus der Glühlampe. Für Leuchtenbauer eine Revolution. Erich Ludwig jr. weiß bereits, wie er die Herausforderung meistern will.

Souverän führt Erich Ludwig seine Besucher durch den Maschinenpark in der Blechfertigung. Der Fertigungsexperte und geschäftsführende Gesellschafter von Ludwig Leuchten im bayerischen Mering betont  beim Blick auf neue und alte Modelle: „Wir pflegen hier unsere bewährten Schätzchen. Jede Investition, die ich angesichts der enormen technologischen Umwälzungen in unserer Branche heute mache, könnte morgen falsch sein.“ Seine Firma steht vor der größten Herausforderung der Firmengeschichte.

Das per EU-Dekret verordnete „Aus“ der Glühlampe gleicht einer industriellen Revolution. Statt voluminöser Glühkörper dominieren künftig LEDs (Leuchtdioden) — flach wie ein Streifen Tesakrepp. Das fordert den Leuchtenbauer. Denn beim Einsatz der neuen Lichtquelle ist sein Know-how genauso gefragt. Auch in der neuen Welt gibt es Königsdisziplinen: Licht lenkende Maßnahmen für ein gleichmäßiges Licht ohne Direktblendung sowie ausgefeiltes Thermomanagement zur schnellen Wärmeableitung. Erich Ludwig weiß, dass eine LED-Platine große Kühlflächen zum schnellen Transport der Abwärme benötigt. Ihm ist bewusst: Er braucht neues Know-how.

„Der Grad der Individualisierung nimmt dramatisch zu. Die Leuchte wird für jedes Objekt maßgeschneidert“, sagt Leuchtenbauer Erich Ludwig jr.

Wo bislang die Elektrofachkraft Idealbesetzung war, sind jetzt Elektroniker gefragt. Und wo bisher eine voll standardisierte Welt der Normung die Umsetzung bestimmte, gibt es ungeahnte Freiräume – und eine enorme Vielfalt. 80 bis 100 Varianten im insgesamt 4.500 Artikel umfassenden Sortiment werden täglich umkonstruiert. Ludwig: „Natürlich arbeiten wir mit einem Baukastensystem. Aber der Grad der Individualisierung nimmt dramatisch zu. Bestenfalls das Deckenmodul ist noch Standard. Die Leuchte jedoch wird für jedes Objekt maßgeschneidert.“

Einfach sicher

Was das für den Maschinenmix in der Blechfertigung bedeutet, vermag er noch nicht abschließend festzulegen. Allerdings weiß er genau, in welche Richtung es geht: Die Teile werden kleiner und filigraner. Gleichzeitig wachsen die Anforderungen an die softwareseitige Vernetzung der Prozesskette. Daher muss die Bedienung der Maschine einfacher sein. Ludwig betont: „Wir müssen in allen Bereichen schneller, besser und einfacher arbeiten.“

Überraschend ist sein Bestreben nach mehr Einfachheit nur auf den ersten Blick. Denn abgeleitet ist dieser Ansatz aus der täglichen Praxis. „Baustellensicher“, so Ludwig, „muss jede Leuchte sein.“ Sprich, so konstruiert, dass auch bei fehlender Qualifikation in der Endmontage nichts schiefgehen kann. „Praxissicher“ sollten aus seiner Sicht dementsprechend die Bedieneroberflächen der Maschinen in der Blechbearbeitung sein. Sie sollen einfach, schnell und eindeutig zum perfekten Teil führen. Deshalb ist er angetan vom modernen Touch-Screen-Konzept der TruBend 7036. Ludwig: „Der Umgang mit Maschinen muss immer einfacher und damit prozesssicherer werden. Schließlich ist die Menge qualifizierter Menschen endlich.“

Die intuitive und interaktive Bedieneroberfläche der TruBend 7036 hat Erich Ludwig jr. überzeugt. Sie führt seine Mitarbeiter sicher durch alle Bereiche.

Die intuitive und interaktive Bedieneroberfläche seiner jüngsten Maschineninvestition ist für Ludwig der Weg in die Zukunft. Sie führt seine Mitarbeiter selbsterklärend und sicher durch alle Bereiche. Und während des Kantens zeigt der 3-D-Visualizer die korrekte Ausführung. Zusammen mit dem elektrischen Antriebskonzept ist die kleine, schnelle Biegemaschine für Ludwig eine Quelle der Produktivität: „Gerade für Blechdicken von bis zu 0,3 Millimeter Aluminium muss man nicht Tonnen von Stahl im Pressbalken bewegen. Da zeigt die TruBend 7036 echte Energieeffizienz.“

Ganz flexibel

Ludwig erwartet mit dem Sprung in die LED-Ära Miniserien, die hinsichtlich der Materialdicken höchste Flexibilität erfordern. Die Grundlage dafür bildet die Konstruktion. Die passenden Maschinen dazu wird er finden. Der zupackende Macher kennt das im Markt verfügbare Maschinenangebot aus dem Effeff und ist über alle Neuerungen bestens informiert. So ist Ludwig gewappnet, plant seine Investitionen und will im passenden Moment investieren. Den Weg nach Ditzingen beziehungsweise nach Pasching, dem österreichischen Kompetenzzentrum fürs Biegen bei TRUMPF, wird er weiter hin gehen. Weil er von den Produkten und dem Service überzeugt ist. Die Investition in eine vollautomatische Biegezelle steht dabei auf dem Wunschzettel.

 

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Schreiben Sie uns: Blechhelden@de.trumpf.com

Dieser Beitrag erschien erstmals im Sommer 2012.



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Wer:

Ludwig Leuchten KG, Mering, gegründet 1913, 500 Mitarbeiter an zwei Standorten. www.ludwig-leuchten.de

Was:

Entwicklung, Fertigung und Vertrieb von technischer Beleuchtung; lichttechnische Sonderlösungen nach Kundenwunsch

Womit:

Fünf TruBend Biegemaschinen von TRUMPF, darunter eine TruBend 7036, eine Abkantpresse von EHT, drei Stanz-Laser-Kombimaschinen

Lichtlenkende Maßnahmen zählen zu den Königsdisziplinen der neuen Leuchtentechnik. Gleichmäßiges Licht ohne Direktblendung ist gefragt.


Die neue Technologie bringt Vorteile: Statt voluminöser Glühkörper dominieren künftig LEDs, flach wie ein Streifen Tesakrepp.


Jede Leuchte muss „baustellensicher“ sein, also so konstruiert, dass in der Endmontage nichts schiefgehen kann.


Komplexe Biegeteile sind bei Ludwig Leuchten Alltag – eine vollautomatische Biegezelle steht bereits auf dem Wunschzettel.

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