Magische Momente Wer ein Konzert von Martin Kälberer besucht, begibt sich auf eine sinnliche Reise in schier unglaubliche Klangwelten.

„Ich muss das Material spüren und benutze kaum Schläger oder andere Hilfsmittel“, sagt Martin Kälberer.

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Magische Momente

Martin Kälberer bringt Dinge zum Klingen. Auch Blech wird unter seinen Händen zum magischen Klangkörper.

Wer ein Konzert von Martin Kälberer besucht, begibt sich auf eine sinnliche Reise in schier unglaubliche Klangwelten. Und erlebt Instrumente, die er vorher nirgendwo gehört hat. Kälberer, der gelernte Jazz-Pianist und kongeniale Partner des Liedermachers Werner Schmidbauer sowie des wortgewaltigen Gitarrenvirtuosen Willy Astor, ist ein Magier der Klänge. Seine kraftvollen Hände, die in Form und Größe genauso gut einen Schmiedehammer führen könnten, sind sein Werkzeug. Kälberer: „Ich muss das Material spüren und benutze kaum Schläger oder andere Hilfsmittel.“ Mit viel Improvisationsfreude überrascht er immer wieder sein Publikum. Ob Piano, Akkordeon, Mandola, Bass, Gitarre, Schlitztrommel oder die eigene Stimme — immer verbinden sich mannigfaltige Töne zu einem unvergesslichen Klangerlebnis.

Martin-Kaelberer-Konzert

Manchmal entdeckt Martin Kälberer kurz vor dem Auftritt ein neues Instrument und setzt es spontan auf der Bühne ein.

„Manchmal“, erzählt der Musiker, „entdecke ich noch kurz vor dem Auftritt im Musikalienhandel ein neues Instrument. Und setze es spontan gleich auf der Bühne ein.“ Auch Dinge aus Blech beginnen unter seinen Händen zu schwingen. Beispielsweise das exotische Waterphone von Richard Waters: eine Anordnung von Messingstäben auf einem hohlen Blechsockel, der dosiert mit Wasser gefüllt wird. Oder aber das Hang — ein exotischer, ufo-ähnlicher Korpus, aufgebaut aus zwei Halbschalen aus tiefgezogenem und anschließend gasnitriertem Stahlblech.

Musikalische Weltreise

Das Hang (bernerdeutsch für „Hand“) hat einen Durchmesser von 53 Zentimetern und eine Höhe von 24 Zentimetern. Auf seiner Oberseite sind sieben oder acht Tonfelder kreisförmig um einen in der Mitte liegenden Kuppelton, den Ding, angeordnet. Gegenüber, in der Mitte der unteren Halbschale, befindet sich der Gu, eine handgroße, runde Resonanzöffnung mit nach innen gezogenem Hals. Wie man das Hang spielt? Martin Kälberer: „Gefragt ist ein sensibles Dosieren der Energie durch die Hände, ein Wechselspiel aus Berühren, Antippen, Anregen, leichtem Anschlagen, Streichen und Zupfen der Hangoberfläche.“ So entsteht eine Klangfülle, die die Erfinder und exklusiven Erbauer Felix Rohner und Sabine Schärer mit einer „akustischen Kathedrale“ vergleichen.

Mit Klängen experimentieren

Im Soloprogramm von Martin Kälberer spielt das Hang eine zentrale Rolle: „Seine Kraft inspiriert mich zum Experimentieren mit Klängen, Melodien und Rhythmen.“ Deutlich spürt man dabei die Liebe Kälberers zur brasilianischen und afrikanischen Musik. So lädt sein Spiel die Zuhörer zu einer Weltreise der Klänge ein. Auf seiner aktuellen CD „Between the Horizon“ lässt sich das erleben.

Martin Kälberer engagiert sich auch politisch und sozial. Auf seiner Homepage meldet er sich mit unbequemen Ansichten zu Wort, bezieht Stellung zu Ungerechtigkeit und Willkür. Einen Teil seiner Plattenerlöses spendet er stets an engagierte humanitäre Projekte. Derzeit steht das Projekt „Little drops“ auf dem Spendenzettel. Martin Kälberer: „Das ist eine Privatinitiative, die sehr persönlich und direkt Kindern in Not hilft, Schulen baut, Spielplätze oder Solaranlagen errichtet — in meinem heimischen Chiemgau genauso wie in Indien, Sibirien, Südafrika oder Uruguay.“

www.martinmusic.de

 

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Schreiben Sie uns: Blechhelden@de.trumpf.com



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Sagen Sie mal, Herr Kälberer …

… was halten Sie für Ihre größte Stärke? Was für Ihre größte Schwäche?

Die Feste zu feiern, wie sie fallen.

… wie würden Sie sich in wenigen Worten charakterisieren?

Ich bin ein Klangsucher mit einem Hang zum Sammeln magischer Momente.

… woraus beziehen Sie Ihre Energie?

Menschen, Weite, gutes Essen.

… was würden Sie mit auf die sprichwörtliche einsame Insel nehmen?

Wahrscheinlich mein Hang, obwohl ein Messer vielleicht klüger wäre…

… welchen Traum möchten Sie sich in Ihrem Leben auf jeden Fall noch erfüllen?

Nachdem ich bei über 70 Filmen die Musik zu den Bildern gemacht habe, möchte ich jetzt gern Bilder zu meiner Musik machen. Ich bin dabei, diesen Traum zu verwirklichen.

>> Hier lässt sich der Klang des Hang erleben.

Mit viel Improvisationsfreude und exotischen Instrumenten wie dem Waterphone überrascht Martin Kälberer immer wieder sein Publikum.


Das Hang hat einen Durchmesser von 53 Zentimetern und eine Höhe von 24 Zentimetern.


Ob Piano, Mandola, Gitarre, Schlitztrommel oder die eigene Stimme — immer verbinden sich mannigfaltige Töne zu einem Klangerlebnis.