Power für die Welt Die Blechfertigung ist für Rick Dahl relatives Neuland. Doch der CEO und Visionär des in Faribault (Minnesotta) ansässigen Unternehmens TRYSTAR Incorporated investierte in Mensch und Technologie und beliefert heute seine Branche mit modernsten Produkten.

„Wir erzeugen viel wirtschaftlicher ein qualitativ hochwertiges, maßgeschneidertes Produkt und bringen es innerhalb von ein bis zwei Tagen auf den Markt“, sagt Rick Dahl, CEO von TRYSTAR.

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Power für die Welt

TRYSTAR hat in der Fertigung seine Nische und den Gral gefunden.

Die Blechfertigung ist für Rick Dahl relatives Neuland. Doch der CEO und Visionär des in Faribault (Minnesotta) ansässigen Unternehmens TRYSTAR Incorporated investierte in Mensch und Technologie und beliefert heute seine Branche mit modernsten Pro­dukten. Um den Saisonschwankungen des Textileinzelhandels zu entgehen, sattelte Dahl Mitte der Neunzigerjahre auf Elektro- und Industriekabel um. „Das Geschäft reizte mich, weil es beständig war und ich somit langfristige Kundenbeziehungen aufbauen konnte“, berichtet er. Als der australische Kabelhersteller, für den Dahl arbeitete, ihm schließlich sein Inventar verkaufte, entwickelte dieser TRYSTAR zu
einem führenden Lieferanten von Schaltschränken für temporäre, mobile Stromversorgungslösungen für den weltweiten Einsatz.

Seit knapp zwei Jahrzehnten fertigt TRYSTAR Kabel. Die Blechfertigung kam jedoch erst vor acht Jahren hinzu, als Dahl und sein Sohn erstmals mit einer Kreissäge Leitungskästen bauen wollten. „Wir sind sehr früh in das temporäre Stromversor­gungsgeschäft eingestiegen, haben den konkreten Bedarf gesehen und die Produkte ständig verbessert“, erzählt Dahl. Der Erfolg mit der Kreissäge führte schließlich zum Erwerb einer alten Revolverschneidpresse, die zunächst ungenutzt blieb, bis TRYSTAR herausgefunden hatte, wie man sie bedient. Bereits zwei Jahre später lief die Maschine rund um die Uhr.

trystar-produkte

Produkte von TRYSTAR sind individuell nach Kundenwunsch gefertigt – vom Material bis hin zur Farbgestaltung und dem Branding.

Schon bald waren die Produktionsmittel von TRYSTAR der Entwicklung des Geschäfts nicht mehr gewachsen. „Mit dem Ausbau unserer Produktlinien und den im­mer größeren Abmessungen unserer Schränke stießen wir bald an die Grenzen der Leistungsfähigkeit und Lebensdauer der alten Maschinen. Wir mussten inve­stieren“, erklärt Jim Koberg, Vice President of Factory Operations. Zwar schien die 14fache Leistung der TruPunch 5000 mit SheetMaster zunächst etwas über­dimensioniert, aber die Ingenieure hatten ein überzeu­gendes Argument: „Ihres Erachtens waren die Mög­lichkeiten, mit der alten Technik neue Produkte zu entwickeln, ausgereizt, hingegen würde die Maschine von TRUMPF ihre Kreativität beflügeln“, erzählt Dahl. Mit der neuen TruPunch 5000 konnten die Ingenieure und Werker von TRYSTAR ihre Ideen umsetzen und an den Gehäusen Kiemen, Anstanzungen, Gewindeboh­rungen, Schlitze, Scharniere und Rollsicken zur Ver­steifung anbringen. „Alles Elemente, die andere Her­steller nicht so einfach liefern konnten“, betont Koberg. Nur vier Jahre später ist die TruPunch heute werktags bereits 20 Stunden und am Wochenende eine Schicht lang im Einsatz.

trystar-trubendDer heilige Gral der Fertigung

Dahl investiert in Fertigungstechnik vorausschauend im Hinblick auf künftige Kundenanforderungen. Das ist seine Philosophie. Wenn eine Maschine mehr als 50 Prozent ihrer Leistungsfähigkeit erreicht hat, kauft er eine neue, sodass TRYSTAR auch kurzfristige Liefer­wünsche erfüllen kann. Das Unternehmen will seinen Kunden stets einen unvergleichlichen Mehrwert bieten. Individuelle Lösungen und schnelle Markteinführung sind für Dahl entscheidende Faktoren. „Wenn wir schnell liefern, bekommen wir Aufträge, und wenn es uns dann auch noch gelingt, ein besseres Produkt zu einem wettbewerbsfähigen Preis anzubieten, dann haben wir den Heiligen Gral der Fertigung gefunden“, sagt Dahl, der genau das von seiner TRUMPF-Maschine erwartet. Die Entwicklung des Verteilerkastens von TRYSTAR, über den ein Generatorstrom auf 120-V-Leitungen verteilt wird, ist ein anschauliches Beispiel dafür. Mithilfe der TruPunch 5000 und einer 2014 erworbenen TruBend 5170 Biegemaschine hat TRYSTAR den viertei­ligen Verteilerkasten in eine kreuzförmige Konstruktion umgewandelt. „Die Präzisions­techniken ermöglichen eine Passgenauigkeit der Stöße, die Klemmen überflüssig macht. Dadurch benötigten wir für die Fertigung eines Teils nur noch 15 Minuten statt eine Stunde“, erläutert Dahl. Zudem eignet sich die Biegemaschine ideal für große Platten, tiefe Wandgehäuse, winkelige oder spezielle Kantungen, wie sie in TRYSTAR-Produkten vorkommen.

trystar-cable

Später tauschte das Unternehmen seinen alten Schweißroboter gegen eine Laserzelle vom Typ TruLaser Robot 5020 aus. „Das alte System arbeitete unpräzise, war teuer und nur für Produkte aus Baustahl geeignet“, erklärt Brian Amacher, Director of Purchasing and Sourcing. „Jetzt produzieren wir mit zwanzigfacher Geschwindigkeit und erzielen eine viel höhere Qualität.“ Das Schweißen des Verteilerelements dauert nur noch dreieinhalb Minuten statt eine Stunde. „Früher haben wir in einer Achtstun­denschicht acht Verteilerkästen hergestellt. Jetzt produzieren wir in der gleichen Zeit mit den kombinierten Techniken und unseren TRUMPF-Maschinen 500 Einheiten. Unser Umsatz ist mit unseren Fähigkeiten gewachsen, da wir sehr schnell am Markt sind“, bekräftigt Dahl. „Wir erzeugen viel wirtschaftlicher ein qualitativ hochwertiges, maßgeschneidertes Produkt und bringen es innerhalb von ein bis zwei Tagen auf den Markt. Da kann kein Konkurrent jenseits des großen Teichs mithalten.“

trystar-fertigungDie Qualität macht sich vor allem in Produkten wie den kleinen mobilen Schalttafeln von TRYSTAR bemerkbar, die durch viele Hände gehen und, wie Koberg feststellt, „ähnlich wie Mietautos in der Regel nicht sehr pfleglich behandelt werden. Doch der Laser erzeugt so solide und gute Schweißverbindungen, dass diese selbst bei harten Bedingungen weder reißen noch ermüden.“ Dies hat TRYSTAR auch zum Umdenken bewogen. „Jahrelang lag unser Fokus darauf, Schweißverbin­dungen zu vermeiden. Inzwischen hat sich das Blatt gewendet. Eine einfachere Konstruktion besteht zwar aus mehr Einzelteilen, aber die Schweißverbin­dungen sind so perfekt, dass wir nicht nachschleifen müssen“, ergänzt Koberg. Da große und kleine Auflagen gleichermaßen effizient produziert werden, kann TRYSTAR Kundenbestellungen unter Berücksichtigung der Produktionsanforderungen jederzeit individuell anpassen. „In der Elektronikwelt ist jede Ausrüstung ein bisschen anders: Von der Art der Steckverbinder, Buchsen, Ein- und Ausgänge über die Anwendung, die ein Gehäuse aus Aluminium, Bau- oder rostfreien Stahl erfordert, bis hin zur Farbgestal­tung und dem Branding – wir gestalten alles individuell nach Wunsch des Kunden“, betont Amacher.

Unübertroffene Leistung

Die hohe Qualität maßgeschneiderter Produkte mit kurzer Fertigungszeit ist das, was TRYSTAR-Kunden so sehr schätzen. Ob es um die Unterstützung von Aggreko bei der vorübergehenden Bereitstellung von Stromgeneratoren für Großveranstaltungen wie den Ryder Cup oder um Notstromaggregate für Fluggesellschaften, Tankstellen, Banken und Krankenhäuser geht: TRYSTAR-Produkte gibt es fast überall. Opfer der Überschwemmungen in Baton Rouge profitieren ebenso von den mobilen Stromver­sorgungslösungen von TRYSTAR wie die Bevölkerung in von Waldbränden, Wirbel­stürmen, Windhosen und ähnlichen Naturkatastrophen verwüsteten Gebieten. „Die unterschiedlichen Anforderungen verlangen genau die kreativen, kurzfristig herstell­baren und flexiblen Lösungen, die wir Dank der TRUMPF-Maschinen bereitstellen können“, erläutert Amacher. „Die konsistenten Plattformen und die TruTops-Software unterstützen die optimale Verknüpfung dieser Technologien und liefern beste Ergebnisse.“

trystar-trulaser-robot-5020

„Wir haben TRUMPF-Maschinen gekauft, weil wir das Gefühl hatten, dass wir in sie hineinwachsen können, aber der eigentliche Vorteil lag darin, dass wir ausschließlich TRUMPF-Technik angeschafft haben und dadurch automatisch eine nahtlose Produk­tionslinie aufbauen konnten, denn die Systeme sind so konstruiert, dass sie sich leicht integrieren lassen und gut miteinander harmonieren.“ Die neueste Maschinentechnik begeistert. „Unsere Mitarbeiter sind alle sehr stolz, mit den besten Maschinen der Welt arbeiten zu dürfen.“

 

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Schreiben Sie uns: Blechhelden@de.trumpf.com

Dieser Artikel erschien erstmals im Sommer 2016.



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Power für die Welt

Wer:

TRYSTAR. Faribault, Minnesotta/USA. Gegründet 1991. www.trystar.com

Was:

Hersteller und Händler von mobilen und stationären Stromversorgungslösungen, Industriekabeln und Stromversorgungszubehör für den weltweiten Einsatz

Womit:

TruLaser Robot 5020 (TruDisk 4002), TruBend 5170, TruPunch 5000 mit SheetMaster und STOPA Lagersystem

Mit der TruLaser Robot 5020 produzieren wir mit zwanzigfacher Geschwindigkeit und erzielen eine viel höhere Qualität.

Brian Amacher, Direktor für Einkauf und Beschaffung.

 

Jahrelang lag unser Fokus darauf, Schweißverbindun­gen zu vermeiden. Inzwischen hat sich das Blatt gewendet. Eine einfachere Konstruktion besteht zwar aus mehr Einzelteilen, aber die Schweißverbin­dungen sind so perfekt, dass wir nicht nachschleifen müssen.

Jim Koberg, Fertigungsleiter

 

 

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