Schneller durch Brasilien Marcopolo macht mobil — Fußballfans und Touristen. Mit Bussen, die nicht nur komfortabel, sondern auch schick sind.

„Wir sorgen für bessere Mobilität in den Städten“, sagt Nelson Gehrke, Director Acquisitions & Logistics bei Marcopolo.

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Schneller durch Brasilien

Wie bringt man Tausende Menschen sicher und bequem ans Ziel? Mit Bussen von Marcopolo. Die sind komfortabel und sehen auch noch schick aus.

Anpfiff in der Arena de São Paulo. Die 22 Mann auf dem Rasen geben ihr Bestes, die 66.000 auf den Rängen ebenfalls. Das Eröffnungsspiel der Fußballweltmeisterschaft 2014 in Brasilien lockt die Fans ins Stadion — und das ist erst der Anfang. Allein rund 600.000 ausländische Fans feuern ihre Mannschaften bei den folgenden 63 Spielen live vor Ort an.

Damit sie in einem der zwölf Stadien für gute Stimmung sorgen können, ist intelligente Logistik gefragt. Im Vorfeld der WM hat Brasilien seine Infrastruktur darum auf die Menschenmassen angepasst und ausgebaut. Bus Rapid Transit lautet das Stichwort. Gesonderte Busspuren, Ampelvorrangschaltungen und Niederflurbusse beschleunigen den Transport in Großstädten.

Flott durch die Stadt

Viele Besucher sitzen auf dem Weg zum Stadion in einem Bus von Marcopolo S.A. In Caxias do Sul fertigt das Unternehmen die Karosserien für die Fahrzeuge. Und die sind bei Sportveranstaltungen im Dauereinsatz. Wer einen Platz in einem der Schnellbusse ergattert, kommt nicht nur zuverlässig und sicher ans Ziel, sondern auch äußerst komfortabel. „Busse von Marcopolo bieten einen hohen Komfort und sind sehr bequem. Sie erfüllen alle Anforderungen, die Touristen und Passagiere an ideale Transportmittel stellen“, erläutert Nelson Gehrke, Director of Acquisitions & Logistics bei Marcopolo. „Trotz der Verzögerungen bei einigen Bauprojekten profitiert Brasilien langfristig von den Infrastrukturinvestitionen, da das Land hochwertigere öffentliche Verkehrsmittel erhält, die komfortabler, sicherer und schneller sind. Mit genau diesen Vorteilen sorgen die Marcopolo-Fahrzeuge für bessere Mobilität in den Städten“, betont er.

Die Busse „made in Brazil“ sind gefragt, und das nicht nur im eigenen Land: 2013 verkaufte der Hersteller 31.000 Fahrzeuge, 18.000 davon blieben in Brasilien. Der Rest wurde in den zehn internationalen Niederlassungen von Marcopolo gefertigt. Die Umsätze in Brasilien legen seit 2009 trotz eines schwächelnden Markts stetig zu. Und 2013 wuchs Marcopolo so nochmals um 8,6 Prozent. „Unsere Kunden wollen robuste, langlebige Busse zu wettbewerbsfähigen Preisen“, erklärt Gehrke. Das Unternehmen tut einiges dafür, dass diese Wünsche wahr werden: Zum Beispiel investiert es seit 2007 massiv in die eigenen Betriebsstätten: Bis 2016 werden es insgesamt 320 Millionen Euro sein, davon allein 2014 rund 50 Millionen.

Moderne Busse, moderne Maschinen

Teil des Investitionspakets sind auch sieben TruLaser 5030 fiber Maschinen. Bisher fertigte der Hersteller die Teile mit anderen Fertigungsverfahren. Diese wollte Marcopolo durch eines ersetzen, das eine bessere Rohstoffnutzung ermöglicht, effizienter arbeitet und kostengünstiger ist — und landete beim Festkörperlaser. „Die niedrigen Betriebskosten und die hohe Arbeitsgeschwindigkeit haben uns überzeugt“, sagt Gehrke. „Wir investieren in Prozesse und Maschinen, die uns die Bearbeitung unterschiedlicher Werkstoffe ermöglichen und mit denen wir Prozessänderungen zügig umsetzen können.“

Für den Hersteller ist das besonders wichtig, denn nachhaltige Mobilität ist derzeit weltweit ein Thema. Nicht nur Autos, sondern auch Busse müssen immer leichter, wirtschaftlicher und umweltfreundlicher werden. Marcopolo reagiert mit dünneren Blechen, stabileren Legierungen und Alternativwerkstoffen auf die verschärfte Gesetzgebung. „Mittlerweile kommen verstärkt auch recyclingfähige oder recycelte Werkstoffe zum Einsatz“, erläutert Gehrke. „Die Zusammensetzung der Bleche, ihr Design und damit die Bearbeitung ändern sich.“ Der Laser ist für ihn das passende Werkzeug, denn er ist für unterschiedliche Werkstoffe und Blechdicken universell einsetzbar.

Robuste Schönheit

Aktuell schneidet Marcopolo mit den 2-D-Lasermaschinen verzinkte Stahlbleche von 0,95 bis drei Millimeter Dicke, Carbonstahl von drei bis 4,75 Millimeter Dicke und bis zu zwei Millimeter dickes Aluminiumblech. Die Losgrößen variieren dabei stark. Die Teile müssen nicht nur hochwertig und robust, sondern immer häufiger auch schick sein.

„Das Design ist bei unseren Karosserien ganz wesentlich“, betont Gehrke. Schön und modern sollen sie aussehen. Das hauseigene Design-Center des Herstellers kümmert sich darum, dass sie das auch tun — mit Erfolg. „Die neuen Marcopolo-Modelle haben 2014 den IF Product Design Award gewonnen“, erzählt er. Den Viale BRT hat das Kreativteam speziell für den Schnellbusverkehr in Großstädten entwickelt und den aktuellen Trends angepasst. Größere Fenster und Abmessungen sorgen für bessere Sicht, mehr Komfort für Passagiere und Fahrer bieten auch die Klimaanlage auf dem Dach und LED-Beleuchtung im gesamten Bus.

Fortschrittlich in die Zukunft

Der Markt verändert sich schnell, mit neuen Technologien kann Marcopolo Schritt halten. „Wir konzentrieren uns auf Investitionen und Innovationen, sei es bei der Ausbildung unserer Mitarbeiter oder bei der Entwicklung immer nachhaltigerer und fortschrittlicherer Prozesse und Produkte“, sagt Gehrke. „Die Aus- und Weiterbildung unserer Arbeitskräfte ist hierfür natürlich ebenfalls von zentraler Bedeutung.“ Er blickt zuversichtlich in die Zukunft. Denn für Marcopolo ist nach der WM vor den Olympischen Spielen. Die finden 2016 in Brasilien statt.

 

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Schreiben Sie uns: Blechhelden@de.trumpf.com

Dieser Artikel erschien erstmals im Sommer 2014.



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Marcopolo bewegt Millionen

Wer:

Marcopolo S.A., Hauptsitz in Caxias do Sul. Gegründet 1949, 20.000 Mitarbeiter. www.marcopolo.com.br

Was:

Der Hersteller fertigt Karosserien für Busse und setzt dabei auf moderne Entwicklungs- und Fertigungsprozesse

Womit:

TruLaser Tube 5000, 4 Stanzmaschinen und 12 Laserschneidmaschinen von TRUMPF, darunter 7 x TruLaser 5030 fiber, 4 x TruStore 3030

Brasilien in Zahlen

  • Brasilien gehört zur Gruppe der BRICS-Staaten, der fünf weltweit bedeutendsten Schwellenländer
  • In den 27 brasilianischen Bundesstaaten leben rund 203 Millionen Menschen
  • 2012 war Brasilien mit einem Bruttoinlandsprodukt von 1.754 Milliarden Euro die siebtgrößte Volkswirtschaft weltweit
  • Der Transport- und Logistiksektor hatte einen Anteil von 5,3 Prozent am BIP
  • Rund 55 Prozent des BIP werden im Südosten Brasiliens erwirtschaftet — in den vier Bundesstaaten São Paulo, Rio de Janeiro, Minas Gerais und Espírito Santo.

Bei den Bussen kommen mittlerweile verstärkt auch recycelte Werkstoffe zum Einsatz.

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