„Wer Qualität will, muss Qualität kaufen“ Billig? Gibt es bei Hans Tekeser nicht! Seine Teile erfüllen höchste Ansprüche, genau wie sein Maschinenpark.

„Allein im Jahr 2013 haben wir drei Millionen Euro in Maschinen investiert,“ sagt Hans Tekeser.

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„Wer Qualität will, muss Qualität kaufen“

„Billige Maschinen fertigen keine hochwertigen Produkte“, sagt Hans Tekeser. Er kauft jedes Jahr eine neue Qualitätsmaschine und verrät, warum seine Rechnung aufgeht.


Herr Tekeser, Sie arbeiten in erster Linie als Zulieferer für die Automobilindustrie. Ist es nicht riskant, überwiegend für eine Branche zu arbeiten, die unter einem so hohen Kostendruck steht?

Diesen Druck haben Sie überall, seit der Rationalisierungstrend aus den USA zu uns nach Europa gekommen ist. Wir sind aber als Zulieferer schon einige Jahre im Geschäft und wissen, dass wir immer den ersten Schritt machen müssen. Deshalb sind wir bei neuen Technologien immer vorne mit dabei und kombinieren diese miteinander. Wir nehmen dabei durchaus auch Einfluss auf die Teilekonstruktion. Wenn beispielsweise ein Kunde 2.000 Teile mit einer hochkomplexen Geometrie fertigen lassen will, aber die Werkzeuge 50.000 Euro kosten, dann stellen wir die Frage, ob der angedachte Weg der richtige ist, und bieten Alternativen an.

Eher ungewöhnlich, dass ein Zulieferer so tief in die Konstruktion eingreift…

Das mag sein, aber wir haben eben auch das Know-how dazu, sodass die Kunden in der Regel offen für unsere Vorschläge sind. Ich habe sowohl einen technischen als auch einen kaufmännischen Hintergrund. Dadurch kann ich direkt am Tisch mit dem Kunden besprechen, wie man ein Teil günstiger herstellen könnte, und ihm gleich noch vorrechnen, was es genau kostet. Es hilft, dass ich stets alle unsere Maschinen und Bearbeitungstechniken im Hinterkopf habe und so die ideale Lösung vorschlagen kann. Da wir so breit aufgestellt sind, muss ich bei der Kalkulation nicht darauf achten, eine bestimmte Maschine auszulasten, sondern kann nach der besten Lösung für den Kunden suchen.

Welche Techniken kombinieren Sie miteinander?

Neben der klassischen Blechbearbeitung wie dem Stanzen, dem Laserschweißen und -schneiden sowie dem Biegen ist das Tiefziehen eine Spezialität von uns. Die dafür benötigten Werkzeuge bauen wir selbst. Die Kombination aller Verfahren bringt uns wichtige strategische Kunden. So gewinnen wir beim Preis gegen chinesische Konkurrenten, was uns dann manchmal selbst überrascht. Die hohe Fertigungstiefe ist für uns also ein wichtiger Faktor, um Aufträge an Land zu ziehen.

Im Schnitt haben Sie bisher jedes Jahr eine neue Maschine angeschafft. Wie kommt diese hohe Investitionsfrequenz zustande?

Wir bearbeiten heute alles, von 0,1-Millimeter-Federstahl bis zu 25-Millimeter-Baustahl. Die Stückzahlen reichen dabei vom Prototyp bis zu Serien im Millionenbereich. Um ein derartiges Portfolio anbieten zu können, braucht man natürlich den passenden Maschinenpark. Also geben wir immer dann Geld aus, wenn wir sehen, dass wir durch die Investition Kunden gewinnen oder besser bedienen können.

Wir geben immer dann Geld aus, wenn wir sehen, dass wir durch die Investition Kunden gewinnen oder besser bedienen können.

In unserer Halle arbeiten inzwischen mehrere Biegemaschinen, eine TruMatic 6000 Stanz-Laser-Kombimaschine sowie Lasermaschinen. Unser Maschinenpark spiegelt zudem wider, dass Automatisierung wichtiger wird. Daher erhoffen wir uns beim Biegen positive Effekte von der TruBend Cell 7000, die wir zum Ende des Jahres 2013 angeschafft haben. Die TruLaser Cell 7000 hilft uns durch ihre extrem hohe Arbeitsgeschwindigkeit, ihre große Flexibilität und die damit verbundenen kurzen Produktionszeiten beim Laserschneiden und -schweißen.

Was überzeugt Sie an TRUMPF?

TRUMPF hat mich von Anfang an fasziniert. Die Offenheit der Menschen dort und die Bereitschaft, zu jeder Uhrzeit zu helfen und für den Kunden da zu sein, beeindrucken mich sehr. Und dann ist da natürlich die hochwertige Technologie, die ich bekomme. Bei meinen Wettbewerbern habe ich gesehen, wie sich andere mit Konkurrenzmaschinen quälen. Die Kalkulation, mit billigen Maschinen hochwertige Produkte zu fertigen, geht niemals auf.

Ihre Auftragsbücher sind gut gefüllt, Sie sind dreischichtig ausgelastet. Wie stellen Sie sich für die Zukunft auf?

Nach dem rasanten Wachstum steht nun die Konsolidierung auf dem Programm. Die Strukturen müssen erst einmal nachkommen, damit das Wachstum nachhaltig bleibt. Das bedeutet aber keinesfalls Stillstand. Allein im Jahr 2013 haben wir drei Millionen Euro in Pressen sowie eine TruBend Cell 7000 investiert. Zudem sind wir immer auf der Suche nach neuen Branchen und Kunden. Ein Beispiel hierfür ist unser Engagement in der Elektromobilität. Dort fertigen wir schon heute Halterungen für Batterien im Hochvoltbereich — ein Markt der sicherlich noch wachsen wird.

Wo sehen Sie die größten Herausforderungen für eine erfolgreiche Zukunft?

Die Schwierigkeit liegt in erster Linie darin, gutes Personal zu finden. Es gibt auf dem Arbeitsmarkt aktuell nicht genügend Arbeitskräfte mit den Qualifikationen, die wir benötigen — gerade im Werkzeugbau. Deshalb bilden wir momentan auch fünf junge Menschen aus. Zudem lernen wir immer wieder Mitarbeiter aus anderen Berufen an. Wenn ich da einen Mechaniker oder Schlosser sehe, bei dem ich denke: „Der kann noch mehr“, dann bekommt er auch komplexere Aufgaben und wächst so ins Unternehmen hinein.

 

Sie haben Fragen?

Schreiben Sie uns: Blechhelden@de.trumpf.com

Dieser Artikel erschien erstmals im Frühjahr 2014.



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Wer:

Alzner Automotive GmbH, Grafenau. Gegründet 2004, 160 Mitarbeiter. www.alzner-automotive.de

Was:

Mit einem ausgeklügelten Technologiemix beliefert der Lohnfertiger vor allem die Automobilindustrie mit hochwertigen Teilen und Komponenten

Womit:

TruLaser 2525, TruMatic 6000, TruLaser Cell 7040, TruBend Cell 7000, TruBend 7036, TruBend 5130, TruBend 5085, TrumaBend V 85

Die Schwierigkeit liegt für Hans Tekeser darin, gutes Personal zu finden.

„Wir nehmen dabei durchaus auch Einfluss auf die Teilekonstruktion“, betont Hans Tekeser.

Hans Tekeser erhofft sich beim Biegen positive Effekte von der TruBend Cell 7000.

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