Wie der Vater, so die Töchter Christel Schreiber wusste früh, was sie wollte — mit Blech arbeiten. Ihr Ziel hat sie erreicht: Heute leitet sie den väterlichen Betrieb.

Christel Schreiber steht an der Spitze des Familienbetriebs. Ihre Schwestern Karin Künstner, Petra Laukenmann und Andrea Einsele sind mit an Bord.

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Wie der Vater, so die Töchter

Christel Schreiber führt die MKS Metallbau Schreiber GmbH in der zweiten Generation und verlässt sich auf gleich dreifache Unterstützung — ihre Schwestern arbeiten ebenfalls im Betrieb.

Stolz präsentiert Christel Schreiber die Fertigung der MKS Metallbau Schreiber GmbH in Wolfschlugen, in der neben zwei TruBend Biegemaschinen auch eine Laserschneidanlage von TRUMPF steht: „Für Blechdicken und Fertigungsverfahren gibt es bei uns kaum Beschränkungen“, erklärt die Geschäftsführerin. „Wir fertigen, was unsere Kunden bestellen.“ Das Familienunternehmen mit 60 Mitarbeitern hat sich auf komplexe Baugruppen für Baumaschinen, den Maschinenbau und die Bahnindustrie spezialisiert.

Dabei schreckt MKS auch vor großen Aufgaben nicht zurück: Teile für Betonpumpen, Lüfterräder für die Bahn und Komponenten für Rettungszüge stehen in der Halle. Und wenn Christel Schreiber von den Herausforderungen spricht, die sie mit ihren Mitarbeitern bereits gemeistert hat, merkt man, dass sie für ihren Beruf brennt. Das scheint in der Familie zu liegen — auch ihre drei Schwestern arbeiten am Erfolg des Unternehmens mit: Karin Künstner, Petra Laukenmann und Andrea Einsele managen den kaufmännischen Bereich.

Ein echter Familienbetrieb

Mit so viel Frauenpower hatten 1969 die wenigsten gerechnet. Als sich Karl Schreiber damals mit einer Werkstatt selbstständig machte, war er bereits Vater von drei Töchtern und erntete in seinem Umfeld Skepsis für sein Vorhaben. Wie sollte mit drei Mädchen die Zukunft eines Familienbetriebs aussehen? Im Bekanntenkreis setzten einige für die Nachfolge im Betrieb auf die zukünftigen Schwiegersöhne.

Und obwohl heute zwei Ehemänner der Schwestern im Unternehmen arbeiten, kam es anders als gedacht: Beim sonntäglichen Familienfrühstück eröffnete die jugendliche Christel Schreiber ihrer Familie, dass sie den Beruf des Metallbauers erlernen wollte, und begann so ihre Karriere bei MKS. Nach der Ausbildung arbeitete sie einige Jahre in der Fertigung, ehe sie sich zum Maschinenbautechniker weiterbildete. Nach und nach stiegen ihre Schwestern in die kaufmännischen Bereiche des Unternehmens ein.

Kollegialer Führungsstil

Ab 2004 führte Christel Schreiber das Unternehmen gemeinsam mit ihrem Vater. 2012 übernahm sie das Ruder als Geschäftsführerin. Die Übergangszeit nutzte sie, um in ihre Rolle hineinzuwachsen. „Und um die Kunden schon einmal an eine Frau zu gewöhnen“, wie sie lachend erklärt. „Gerade als junge Frau musste ich häufig schon etwas mehr geben als meine männlichen Kollegen, um akzeptiert zu werden. Selbst heute rufen noch manchmal Kunden an und wollen, dass ich sie weiterverbinde, weil sie eine technische Frage haben.“ Im Gespräch räumt Christel Schreiber etwaige Bedenken aber schnell aus.

Gerade bei technischen Herausforderungen packt die Geschäftsführerin der Ehrgeiz. Dann setzt sie sich mit ihren Mitarbeitern zusammen und sucht nach Lösungen. Den großen Einsatz ihrer Belegschaft schätzt sie besonders. Da Schreiber mit vielen bereits in der Fertigung zusammen gearbeitet hat, pflegt sie einen kollegialen Führungsstil: „Das ergibt sich einfach, wenn man viele Menschen aus der Produktion schon so lange kennt. Und das macht uns auch aus: Die Mitarbeiter gehören zur erweiterten Großfamilie.“

MKS-Fertigung-TRUMPF-Biegemaschinen

Flexibilität und Qualität prägen die Firmenstrategie. Christel Schreiber investiert darum kontinuierlich.

Flexibilität und Vielfalt

Kontinuität ist Christel Schreiber wichtig. Darum hat sie die strategische Ausrichtung von MKS nach der Übernahme nicht wesentlich verändert. Stattdessen führt sie sie konsequent weiter. Flexibilität und Qualität prägen nach wie vor die Unternehmensstrategie: „In den vergangenen Jahren haben wir in verschiedenste Technologien investiert.“ Bei Neuanschaffungen orientiert sie sich stets an der Nachfrage aus dem Markt: „Wir müssen immer auf dem Stand der Technik bleiben und sind deshalb permanent bereit für Investitionen. Wenn uns eine neue Technologie dabei hilft, besser auf die Kundenbedürfnisse einzugehen, dann investieren wir. Das ist überlebenswichtig für uns als Zulieferer. Denn Stillstand heißt Rückschritt.“

Das Leistungsspektrum des Lohnfertigers ist entsprechend breit und umfasst Laserschneiden, Biegen, Fräsen, manuelles Schweißen und Roboterschweißen sowie Lackieren und Pulverbeschichten. Dabei ist vor allem zertifizierte Qualität gefragt — die Anforderungen der Kunden steigen stetig. Die Zertifizierung nach ISO 9001 ist für MKS darum ein Muss. Um auch ungewöhnlichere Aufträge fertigen zu können, erwarb das Familienunternehmen außerdem zahlreiche andere Nachweise. So ist MKS für CL1 zertifiziert, die höchste Stufe nach DIN EN 15085, die zur Herstellung von Bauteilen für die Bahn berechtigt, und besitzt die HP0-Zulassung zur Fertigung von Komponenten für Druckgeräte.

Investition in die Zukunft

Für hochwertige Teile setzt MKS beim Laserschneiden und Biegen auf Maschinen von TRUMPF: „Wir arbeiten seit zwanzig Jahren mit TRUMPF Maschinen. Ich habe bereits auf einer gelernt und die Qualität war immer einwandfrei“, berichtet Christel Schreiber. In ihrer Fertigung stehen darum eine TruLaser 3030, eine TruBend 5230 sowie eine TruBend 5085. Auf der Laserschneidanlage schneidet der Zulieferer außer Stahl auch Aluminium sowie rostfreie Stähle. Je nach Material reichen die Blechdicken von einem bis 25 Millimeter. Die flexible Maschine passt damit optimal in die breit aufgestellte Fertigung von MKS. Die Teilequalität und die Präzision der Schnitte beeindrucken Christel Schreiber und ihre Kunden gleichermaßen. Zudem schätzt die Geschäftsführerin den guten Service: „Wenn wir einmal Hilfe brauchen ist der Support von TRUMPF immer schnell zur Stelle.“

Ein Stopa-Lager versorgt die Maschinen effizient mit Material. Da für die Kunden die präzise Dokumentation aller verwendeten Werkstoffe höchste Priorität hat, lagert MKS selbst Bleche des gleichen Typs chargengetrennt ein, um so die Herkunft des Materials einwandfrei nachweisen zu können. Dabei könnte auch das 2012 erweiterte Lager bald nicht mehr ausreichen, wie Schreiber berichtet: „Wir sind ja schon wieder an der Kapazitätsgrenze.“ Ein Glück, dass noch Platz für einen Anbau des Lagers ist.

 

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Schreiben Sie uns: Blechhelden@de.trumpf.com

Dieser Artikel erschien erstmals im Sommer 2013.



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Flexibles Familienunternehmen

Wer:

MKS Metallbau Schreiber GmbH, Wolfschlugen. Gegründet 1969, 60 Mitarbeiter. www.metallbau-schreiber.de

Was:

Der Zulieferer bietet ein breites Leistungsspektrum und fertigt komplexe Baugruppen für Baumaschinen, den Maschinenbau sowie die Bahnindustrie

Womit:

TruLaser 3030, TruBend 5230 und
TruBend 5085

MKS-komplexe-Baugruppen

Komplexe Baugruppen liefert MKS in die Bau- und Bahnindustrie.


„Viele Mitarbeiter aus der Produktion kenne ich schon sehr lange. Sie gehören zur erweiterten Großfamilie“, sagt Christel Schreiber.


Für hochwertige Teile setzt MKS beim Laserschneiden und Biegen auf Maschinen von TRUMPF.


Auf die Töchter hatten bei der Unternehmensnachfolge die wenigsten gesetzt.

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