„Die komplette Sensorik im Schuh, das war eigentlich unvorstellbar!“ Ein mit intelligenter Sensorik bestückter Arbeitsschuh ist das revolutionäre Bedienelement der TruBend Serie 5000. Mit der Sensorik kann der Bediener einfach und frei beweglich mit dem Fuß an jeder Position vor der Maschine den Hub auslösen. Das meist lästige Nachziehen und Versetzen des Fußtasters entfällt damit. Dabei ist der MagicShoe absolut sicher und eine versehentliche Hubauslösung ausgeschlossen.

Mit der intelligenten Sensorik des MagicShoe kann der Bediener einfach und frei beweglich mit dem Fuß an jeder Position vor der Maschine den Hub auslösen.

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„Die komplette Sensorik im Schuh, das war eigentlich unvorstellbar!“

Der Fußtaster hat ausgedient: Künftig lassen sich TRUMPF Biegemaschinen ganz einfach mit dem Schuh steuern. Klemens Freudenthaler hat ihn mitentwickelt und verrät, wie es dazu kam.


Wie entstand die Idee zum MagicShoe?

Die Fußstellung beim kabelgebundenen Fußtaster ist nicht sehr ergonomisch und speziell beim Stationenbiegen ist das ständige Umpositionieren sehr ineffizient und umständlich. Darum hat sich die Vorentwicklung die Frage gestellt, wie sich der gesamte Auslöseprozess ergonomischer und effizienter gestalten ließe. In der Ideenfindungsphase erarbeitete und bewertete das Team verschiedenste Konzepte. Letztendlich sind wir zu dem Schluss gekommen, dass der Auslöseprozess mit den Füßen durchgeführt werden muss, da die Hände zum Manipulieren und Halten des Blechteils benötigt werden. Aus heutiger Sicht ist es darum eigentlich nur ein logischer Schritt gewesen, sämtliche Fußtasterfunktionen „einfach“ in einen Schuh zu integrieren. Jedoch war dies aufgrund der enormen sicherheitstechnischen Anforderungen zur Zeit der Ideenfindung nur schwer vorstellbar.

Welche Kriterien musste der Schuh erfüllen?

Die sicherheitstechnischen Anforderungen an so ein System sind wie gesagt sehr hoch. Da der MagicShoe via Funk mit der Abkantpresse kommuniziert, muss auch die Schnittstelle dieses hohe Sicherheitsniveau erfüllen. Zusätzlich galt es zu gewährleisten, dass sich der Bediener beim Auslösen mit dem MagicShoe im Arbeitsbereich vor der Maschine befindet. Außerdem darf es zu keiner unbeabsichtigten Auslösung kommen. Das heißt: Das vom Bediener durchzuführende Bewegungsmuster mit dem Fuß zum Auslösen des Biegeprozesses muss möglichst sicher und damit eindeutig sein. Und letztendlich soll sich der Tragekomfort des MagicShoe nicht von dem eines herkömmlichen Sicherheitsschuhs unterscheiden.

Welche Stolpersteine gab es?

Die größte Herausforderung war sicherlich, ein Auslösemuster zu finden, das der Bediener möglichst leicht und ergonomisch ausführen kann und das dennoch alle Sicherheitsanforderungen erfüllt. Die zweite schwierige Aufgabe war die mechanische Ausführung der gesamten im Schuh verbauten Sensorik. Denn wir haben uns dabei auf absolutes Neuland begeben und mussten erst Know-how aufbauen.

Wie haben Sie das geschafft?

Die Grundidee des Auslösemusters ist eigentlich in einem Selbstversuch im Büro entstanden. Danach haben wir es gemeinsam mit den Mitarbeitern der hauseigenen Blechfertigung hinsichtlich Ergonomie und Effizienz im Produktionsbetrieb weiter optimiert. Dabei wurde stets kontrolliert, ob das Auslösemuster noch sicher ist — es durfte zu keiner Fehlauslösung kommen. Das Team zeichnete dafür Messdaten der alltäglichen Bewegungsmuster von 40 Probanden auf und durchsuchte sie nach jedem Optimierungsschritt auf das neue Auslösemuster. Nur wenn das Auslösemuster in den Messdaten nicht enthalten ist, erfüllt es die Sicherheitsanforderungen.

Worauf sind Sie beim MagicShoe besonders stolz?

Dass ich verantwortlich sein durfte für die Entwicklung eines der ersten „Wearable“-Produkte im Maschinenbau, das die Innovationsführerschaft von TRUMPF unterstreicht.

 

Sie haben Fragen?

Schreiben Sie uns: Blechhelden@de.trumpf.com

Dieser Artikel erschien erstmals im Herbst 2014.

 



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Gemeinsam mit seinen Kollegen bei TRUMPF in Österreich macht Klemens Freudenthaler Bedienern das Biegen leichter.