Ein starkes Doppel Das Rohr ist ein Produkt unserer Zeit. Filigran und dennoch stabil, ist es prädestiniert für den Leichtbau — und für ungewöhnliche Lösungen. Im Zusammenspiel mit dem Laser lassen sich in der Rohrbearbeitung neue Dimensionen erschließen.

Mit der neuen Funktion ‚Schrägschnitt‘ geht die Laser-Rohrbearbeitung in eine neue Dimension.

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Im Rohr steckt die Zukunft

Viele Erfolgsmodelle zeigen: Das Laserschneiden von Rohren bietet Perspektiven. Für Stahlhändler genauso wie für engagierte Lohnfertiger, die im 2-D-Laserzuschnitt unterwegs sind.

Das Rohr liegt im Trend. Meist sechs Meter lang, ist es in vielfältigen Werkstoffgüten, Dicken und Hüllkreisdurchmessern verfügbar. Manchmal ist es tatsächlich rund, vielfach aber ist der Querschnitt quadratisch, rechteckig oder oval. Rohre und Profile kommen überall zum Einsatz: in Fitnessgeräten, Mobiliar, Landmaschinen — aber auch in einfacheren Trägerkonstruktionen. Der Bedarf wächst aktuell schneller als die vorhandenen Fertigungskapazitäten. Bisher setzten nur wenige Zulieferer auf Rohrschneiden mittels Laser — dafür aber mit großem Erfolg.

Kosteneffizient

Das Schneiden von Rohren mit dem Laser ist ein Markt mit Zukunft und ein Geschäft mit Differenzierungspotenzial. TRUMPF Kunden berichten, dass bei aktiver Vermarktung der neuen Konstruktionsmöglichkeiten die Nachfrage nach lasergeschnittenen Rohren und Profilen deutlich erhöht werden kann. Viele Einsteiger in die Laser-Rohrbearbeitung wechseln bereits nach kurzer Zeit in den Zweischichtbetrieb und investieren nach wenigen Jahren in eine zusätzliche Laser-Rohrschneidmaschine. Und das bei attraktivem Wettbewerbsumfeld und auskömmlichen Margen.

Neue Möglichkeiten

Schließlich bietet das Laser-Rohrschneiden neue Möglichkeiten der Rohrkonstruktion, die mit herkömmlichen Verfahren nicht oder nur mit hohem Aufwand realisierbar sind. Zudem reduzieren sich nachfolgende Fertigungsschritte. Der Einsatz des Lasers vereinfacht beispielsweise den Bau von Schweißvorrichtungen und senkt den Aufwand für das Schweißen selbst. Positionierhilfen mit Zapfen und Durchbrüchen erleichtern die Bauteilmontage, Kodierhilfen verhindern Montagefehler.

Nachbearbeitung? Überflüssig!

Die hohe Qualität der Schnittkanten macht eine Nachbearbeitung meist überflüssig und spart im Vergleich zu anderen Technologien Arbeitsschritte und zeitraubende  Werkzeugwechsel. So reduzieren die Anwender den Aufwand für nachgelagerte Arbeiten wie zum Beispiel Entgraten oder Montieren. Auch Zwischenschritte wie Lagerung und Handling werden minimiert. Das spart enorm Zeit und senkt die Teilekosten im Vergleich zu konventionellen Verfahren wie Sägen, Bohren und Fräsen deutlich.


Minimale Nebenzeiten: die neue TruLaser Tube 7000

Flaggschiff im TRUMPF Portfolio ist die neue TruLaser Tube 7000, die zur Düsseldorfer Messe Tube als Highendmaschine mit neuen Features präsentiert wurde. Dank vollautomatischer Maschineneinstellungen produziert die Laser-Rohrschneideanlage mit minimalen Nebenzeiten und schneidet Rohre und Profile mit bis zu 250 Millimeter Durchmesser und Wanddicken bis zu acht Millimeter. Stufenrollen, welche die Rohre unterstützen und gleichzeitig seitlich führen, stellen sich eigenständig auf den jeweiligen Durchmesser des aktuellen Werkstücks ein.

Premieren in der neuen TruLaser Tube 7000: flexible Ausschleusstation und innovativer Schrägschnitt.

Auch die selbstzentrierenden Spannbacken gleichen sich automatisch den Rohrgeometrien an. Und der Regelmechanismus FocusLine hält die Fokuslage des Lasers konstant und passt sie automatisch an Materialart und Wanddicke an. Die Maschinensoftware aktiviert die erforderlichen Laserparameter, je nachdem, welches Rohr bearbeitet wird. All das führt zu einer konstant hohen Qualität und ist auch bei kleinen Losgrößen wirtschaftlich. Gegenüber dem Vorgängermodell wurden zahlreiche Details weiter optimiert. Zum aktuellen Lieferumfang zählen beispielsweise:

  • Bedienpult am flexiblen Tragarm für bessere Ergonomie
  • Automatische Spanndruckeinstellung für erhöhte Prozesssicherheit
  • Permanente Überwachung der Spannbackenposition als robustes Telemetriesystem
  • Automatisch verschiebbares Durchschiebfutter für das kollisionsfreie Schneiden langer Konturzüge
  • Neugestaltete Schutztüren für optimalen Prozesseinblick

Schrägschnitt und Teilesortierung

Ebenfalls neu ist die flexible Ausschleusstation. Sie sortiert Fertigteile je nach Anforderung auf verschiebbare Bandtische, in Gitterboxen oder in Behälter. Die Beladeeinheit LoadMaster Tube wiederum automatisiert die Produktion. Das Rohrmagazin fasst bis zu vier Tonnen Rohmaterial, das der LoadMaster Tube nach einer Plausibilitätsprüfung der Bearbeitung zuführt. Dabei vergleicht die Maschinensoftware die Geometrie der zu bearbeitenden Rohre mit bereits hinterlegten Daten — so verhindert die Software Störungen durch Bedienungsfehler.

Die Greifer des LoadMaster Tube passen sich automatisch an die gemessenen Rohrlängen an. Natürlich können einzelne Rohre auch weiterhin von Hand beladen werden — beziehungsweise halbautomatisch mit einer einschwenkbaren Förderstrecke. In der neuen TruLaser Tube 7000 ist erstmals ein schwenkbarer Laser-Schneidkopf verfügbar. Damit ist beispielsweise das präzise Anfasen möglich — Voraussetzung, um beim Schweißen eine direkte formschlüssige Verbindung zu schaffen. Die qualitativ herausragenden Schrägschnitte bis zu einem Winkel von 45 Grad eröffnen ganz neue Fertigungsmöglichkeiten. Und das nicht nur in Baustahl, sondern auch bei vielen Anwendungen in Edelstahl oder Aluminium.


Praxistext – die Erfahrungen der Kunden:

„Im Rohr sehen wir unsere Zukunft. nicht weil Rohre als Ausgangsmaterial trendy und chic sind, sondern weil wir an ihren Erfolg heute und in Zukunft fest glauben.“

Lorenz Lingemann vom gleichnamigen, seit 1896 in Bad Oeynhausen ansässigen Unternehmen, gilt als Pionier im Stahlhandel und setzt bereits seit Februar 2007 auf ein Laser-Rohrbearbeitungszentrum von TRUMPF. Das Investment hat sich längst ausgezahlt: Schon nach sechs Wochen war die Anlage im Zweischichtbetrieb voll ausgelastet. Heute wird teilweise sogar in drei Schichten gearbeitet. Im Februar 2012 hat Lingemann darum zusätzlich eine neue TruLaser Tube 5000 geordert, die im Juni in Betrieb gehen soll. Mit der zweiten Laser-Rohrschneidmaschine will er der stetig wachsenden Nachfrage nach lasergeschnittenen Rohren und Profilen noch besser gerecht werden. Bezahlt macht sich die Laser-Rohrschneidanlage besonders bei anspruchsvollen Aufgabenstellungen. Lingemann: „Wenn es darum geht, komplexe Konturen 360 Grad rund um das Rohr einzubringen, ist der Laser unschlagbar.“ Die Rentabilitätsrechnung überzeugt. www.lingemann-stahl.de

 

„Wir verstehen uns als Systemlieferant und Komplettanbieter. Deshalb hat die Rohrbearbeitung einen hohen Stellenwert.“

Robert Plersch ist mit seiner Laser-Rohrbearbeitungsanlage auf der Erfolgsspur. „Man muss das machen, was andere nicht können oder nicht wollen“, lautet die Philosophie, mit der er die Allgäuer Lohnfertigung bereits in fünfter Generation führt. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, braucht es vor allem eines: Flexibilität. Was das für den engagierten Unternehmer heißt, verdeutlicht ein Blick in die Fertigung: Rund, rechteckig und oval — in allen erdenklichen Formen stapeln sich die Profile neben der TruLaser Tube 7000. Das Resultat: Bedienpulte, Tischgestelle und Schaltschränke, die in enger Abstimmung mit dem Auftraggeber gefertigt wurden. www.plersch.de

 

 „Wer einmal erlebt hat, welche Potenziale das Laser-Rohrschneiden bietet, geht mit uns begeistert auf diesem Weg weiter.“

René Krapf, Vertriebsgeschäftsführer bei der KWL Blechverarbeitung GmbH aus Neuwied, setzt seit fünf Jahren auf Laser-Rohrschneidanlagen von TRUMPF. Auch sein Team testet derzeit die neue TruLaser Tube 7000. Erstes Fazit nach zahlreichen Probeläufen: „Die Maschine arbeitet mechanisch perfekt, der 3-D-Laser schneidet akkurat und das Handling beim Be- und Entladen hat sich deutlich verbessert.“ Mit der neuen Maschine sieht er sich auch für neue Aufgaben gerüstet, beherrscht sie doch Rohre bis zu einem Hüllkreisdurchmesser von 250 Millimetern. Krapf verrät auch sein Patentrezept, um Kunden von der Laser-Rohrbearbeitung zu überzeugen: „Holen Sie die Konstrukteure an die Maschine und zeigen Sie ihnen, was geht.“www.kwl-blech.de

 

Sie haben Fragen?

Schreiben Sie uns: Blechhelden@de.trumpf.com

Dieser Artikel erschien erstmals im Frühjahr 2012.



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Der Trick mit dem Knick

Eine Wirtschaftlichkeitsrechnung:

Bei unserem Beispielteil spart das Laser-Rohrschneiden 49 Prozent der Zeit und 31 Prozent der Kosten pro Teil.

Konventionell aus zwei Einzelteilen geschweißt.

Mit Knickverbindungen und zusätzlichen Positionshilfen lasergerecht konstruiert.

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