TRUMPF baut in Chicago Demofabrik für Industrie 4.0 In Chicago, Zentrum des nordamerikanischen Marktes für Blechbearbeitung baut TRUMPF eine Demonstrationsfabrik, die von Grund auf als flexible, digital vernetzte Fertigung konzipiert ist. Die Eröffnung ist für Sommer 2017 geplant.

In Chicago entsteht derzeit eine Industrie 4.0-Demonstrationsfabrik für die TRUMPF Gruppe.

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TRUMPF baut in Chicago Demofabrik für Industrie 4.0

Vernetzte Prozesse zum Anfassen – Material- und Informationsfluss im
Fokus – Transparenz auf mehreren Ebenen – Eröffnung im Sommer 2017.

Industrie 4.0 in Reinkultur: Der Werkzeugmaschinen- und Laserhersteller TRUMPF baut in Chicago eine Demonstrationsfabrik, die von Grund auf als flexible, digital vernetzte Fertigung konzipiert ist. Die gesamte „Prozesskette Blech“ von der Beauftragung eines Blechbauteils über die Konstruktion und Herstellung bis zur Auslieferung ist nach mo­dernsten Gesichtspunkten intelligent verkettet.

Chicago_Showroom_TRUMPF

TRUMPF demonstriert auf 5.500 Quadratmetern das Zusammenspiel von Menschen, Maschinen, Lagern, Automatisierung, Software und Industrie 4.0-Lösungen.

Im Gegensatz zu den klassischen Vorführzentren der TRUMPF Gruppe, bei denen der Schwerpunkt auf Einzelmaschinen liegt, steht in Chicago der gesamte Kundenprozess mit Material- und Informationsfluss im Fokus. Der neue Standort soll auf etwa 5.500 Quadratmetern das Zusammenspiel von Menschen, Maschinen, Lagertechnik, Automa­tisierung, Software und Industrie 4.0-Lösungen demonstrieren.

Chicago_Control_Center_TRUM

In einem „Control Center” bekommen die Besucher Echtzeit-Informationen zu Materialfluss, Maschinen-Performance und anderen Prozesskennzahlen.

Reale Produktionsprozesse

Die Industrie 4.0-Angebote sind bei TRUMPF unter dem Namen TruConnect subsum­miert. In Chicago werden alle wesentlichen TruConnect-Bausteine Verwendung finden, so dass eine ganzheitliche Demonstrationsproduktion im Sinne von Industrie 4.0 entsteht. Die Fertigungslinie ist so aufgesetzt, dass sich komplette reale Produktions­prozesse durchführen lassen – das bedeutet: Kunden können bei TRUMPF in Chicago eigene Aufträge einlasten. Die Demofabrik mit ihren zunächst etwa 30 Mitarbeitern richtet sich an alle Blechbearbeiter, Kernzielgruppe sind vor allem kleine und mittlere Lohnfertiger, die bei der digitalen Vernetzung noch am Anfang stehen. Ihre Anforde­rungen und die Erkenntnisse aus der Produktion werden in den Entwicklungsbüros vor Ort gesammelt und den zentralen F&E-Bereichen der TRUMPF Gruppe zur Verfügung gestellt. Wichtig sind in diesem Zusammenhang auch Erfahrungen mit komplett neuen Industrie 4.0-Geschäftsmodellen wie etwa Kapazitätspooling, die sich in der voll vernetzten Fabrik systematisch sammeln lassen.

Chicago_Catwalk_TRUMPF

Eine Besonderheit der neuen Demonstrationsfabrik ist der 55 Meter lange „Skywalk“, der die Halle überspannt.

Strategischer Standort

Der Standort der neuen Demofabrik ist mit Chicago bewusst im Zentrum des
nord­amerikanischen Marktes für Blechbearbeitung gewählt. Rund 40 Prozent der
gesamten blechbearbeitenden Industrie befinden sich in den direkt umliegenden
Staaten. Die Nähe zum zweitgrößten Flughafen der USA macht die neue
TRUMPF Niederlassung amerika- und auch weltweit gut erreichbar. TRUMPF
Chicago ist als internationales Kompetenzzentrum für Industrie 4.0-Lösungen
konzipiert, mit einer dafür maßgeschneiderten Architektur: Das „Control Center” –  eine Schaltzentrale mit großen Displayflächen – stellt den Besuchern in Echtzeit
verschiedene Prozesskennzahlen zur Verfügung.

Chicago_Lake_TRUMPF

Die neue Demofabrik liegt nicht nur idyllisch an einem See, sondern auch sehr verkehrsgünstig in der Nähe des internationalen Flughafens O’Hare in Chicago.

Einen Blick aus der Vogelperspektive bietet ein Laufsteg, der die 55 Meter lange Halle überspannt und es ermöglicht, die Produktionsanlagen mit ihrem Material- und
In­formationsfluss als Gesamtsystem zu begreifen. Der so genannte Skywalk ist Teil der frei tragenden Deckenstruktur, die von einem TRUMPF Kunden in Atlanta gefertigt wird. Entworfen wurde die Demofabrik, deren Baukosten mit etwa 13 Millionen Euro veranschlagt sind, vom Berliner Architekturbüro BarkowLeibinger. Die Eröffnung ist für Sommer 2017 geplant.

 

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Schreiben Sie uns: Blechhelden@de.trumpf.com

Dieser Artikel erschien erstmals im Sommer 2016.



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Dr.-Ing. Mathias Kammüller, Vorsitzernder des TRUMPF Geschäftsbereichs ‚Werkzeugmaschinen.

„Gerade weil das Thema Industrie 4.0 vergleichsweise abstrakt ist, möchten und müssen wir nah an unseren Kunden sein, ihnen Orien­tierung bieten und die vielen offenen Fragen beantworten.“

 

Auch am Stammsitz in Ditzingen hat TRUMPF daher seine „Produktionseinheit Blech“ auf digitalisierte Prozessabläufe umgestellt und eine Pilotfabrik für Industrie 4.0 realisiert.

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