TRUMPF Entwickler in Höchstform Auf der Euroblech 2016 wird die TruLaser Center 7030 eindrucksvoll ihre Weltpremiere feiern. Bereits vorab geben die TRUMPF Entwickler Einblick in ihre Arbeit.

„Wir haben die bisherigen Entwicklungsmethoden in Frage gestellt“, berichtet Heinz-Jürgen Prokop, Geschäftsführer Entwicklung und Einkauf im Bereich TRUMPF Werkzeugmaschinen.

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TRUMPF Entwickler in Höchstform

Neues Maschinenkonzept für das 2D-Laserschneiden – agile Entwicklungs­methoden und ganzheitliche Prozessbetrachtung – Lösung von grundsätzlichen Problemen – zukunftsorientierter Gegenentwurf zur alleinigen Steigerung der Laserleistung.

TRUMPF präsentiert sich in Höchstform: Die Entwicklungsmannschaft des Marktführers hat das 2D-Laserschneiden neu erfunden. Auf der Euroblech 2016 wird die TruLaser Center 7030 eindrucksvoll ihre Weltpremiere feiern. Bereits vorab haben die TRUMPF Entwickler Einblick in ihre Arbeit gegeben. Was hat sie zu dem völlig neuartigen Ma­schinenkonzept inspiriert? Wie konnte es gelingen, für eine Vielzahl von Kunden­wünschen und -problemen die eine große Lösung zu finden?

„Um bei dieser reifen Technologie einen echten Innovationssprung zu machen, muss­ten wir bisherige Entwicklungsmethoden in Frage stellen“, berichtet Heinz-Jürgen Prokop, Geschäftsführer Entwicklung und Einkauf im Bereich TRUMPF Werkzeugma­schinen. So wurde eine neue Form der Zusammenarbeit etabliert. Parallel und kurz­zyklisch abgestimmt arbeiteten über mehrere Standorte hinweg und quer durch viele Unternehmensbereiche gut 100 Mitarbeiter an dem Projekt.

Weg vom bestehenden Maschinenkonzept, hin zu einem unverstellten Blick auf die Produktionsaufgabe.

Dabei haben sie Maßstäbe für alle künftigen TRUMPF Entwicklungsprojekte gesetzt: Sie waren die Ersten, die durchgängig agile Methoden in einem Mechatronik-Projekt an­gewandt haben. Die Entwicklungsziele wurden auf Sprints von wenigen Wochen bis zur nächsten Ergeb­nispräsentation herunter gebrochen. So herrschten reger Austausch und große Trans­parenz zwischen allen Fachbereichen, gleichzeitig konnte die Entwick­lungszeit mit zwei Jahren ab offizieller Projektfreigabe extrem kurz gehalten werden. „Hinzu kam ein neuer Blickwinkel: weg vom bestehenden Maschinenkonzept, hin zu einem unver­stellten Blick auf die Produktionsaufgabe bei unseren Kunden“, so Prokop.

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Mit agilem Methoden und einer ganzheitlichen Prozessbetrachtung haben die TRUMPF Entwickler ein völlig neues Maschinenkonzept geschaffen.

Produktivität messbar machen – mit dem „Urmeter“

Für diesen ganzheitlichen Ansatz haben die Entwickler erstmals den gesamten Pro­duktionsprozess simuliert und weit über den reinen Schneidprozess hinaus ge­dacht. Wichtig war, die Produktivität messbar zu ma­chen – mit realen Teilen unter realen Produktions­bedingungen. Dafür generierten die Experten Stan­dardtafelbelegungen, die das Teilespektrum der TRUMPF Kunden abbilden. Unterstützt wurden sie von Kunden aus unterschiedlichen Branchen mit mehreren hundert Einrichteplänen, die sie nach relevanten Para­metern statistisch auswerten konnten. Das Ergebnis war ein repräsentatives Produktionsprogramm – das sogenannte „Urmeter“. „Damit konnten wir hinter alle Probleme, die uns unsere Kunden immer wieder nann­ten, eine Zahl schreiben“, so Prokop. „Und: wir hatten einen sehr konkreten Maßstab für unsere Lösungs­ideen“. Das Ziel lautete stets, 30 Prozent Bearbei­tungskosten für die Kunden einzusparen.   

Neue Lösungen für einen sicheren Gesamtprozess

In  der Vergangenheit zielten die meisten Innovationen auf eine Steigerung von Schneidgeschwindigkeit, Laserleistung und Kantenqualität ab. Lothar Weber, Betriebsleiter bei H.P. Kaysser GmbH + Co. KG und Testkunde der TruLaser Center 7030, sagt dazu: „Wenn man 30 Jahre im Geschäft ist, merkt man, wie die Maschinen immer schneller werden. Aber an der Autonomie und Abarbeitung hat sich nicht viel verändert. Bei dünnem Blech sind die Maschinen so schnell, dass man manchmal drei Mitarbeiter bräuchte, um die Teile rasch genug heraus zu bekommen.“ Je schneller die Anlagen werden, desto mehr geraten Störungen und aufwändige Folgetätigkeiten in den Fokus, die der Gesamtproduktivität schaden: Warten bis Teile und Restgitter von der Palette absortiert sind, Stillstand wegen Kollisionen mit kippenden Teilen, Nach­arbeit an Microjoints, Spritzer an der Teileunterseite durch Rückwirkungen der Auflageleisten und hoher Programmieraufwand beispielsweise.

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Lothar Weber, Betriebsleiter bei H.P. Kaysser GmbH + Co. KG und Testkunde der TruLaser Center 7030, findet: „Die Maschine ist ein Alleskönner“.

Ein Vollautomat, der sich selbstständig um alle Prozesse kümmert

Ein Zustand, der mehr denn je eine Lösung fordert. „Die Arbeit hat sich enorm verändert. Wir machen viel kleinere Stückzahlen pro Los als früher, wir verschachteln kleinste Teile, wir machen viel mehr Fertigungsaufträge am Tag und müssen die Teile dann manuell von ergonomisch unpraktischen Palettenwechslern absortieren“, erklärt Lothar Weber eines der Probleme, die Maschinen mit fliegender Optik und Paletten­wechsler mit sich bringen – und die das neue Maschinenkonzept von TRUMPF löst. Die TruLaserCenter 7030 ist eine Lasermaschine, die sich selbst um einen durchgängig automatisierten Produktionsprozess kümmert. Sie ist in der Lage über weite Zeiträume selbständig und ohne Bedienereingriff zu arbeiten. Darüber hinaus erlaubt sie zukünf­tige Weiterentwicklungen, die alle Möglichkeiten der digitalen und der physischen Vernetzung nutzbar machen. Weber zieht sein ganz persönliches Fazit: „Ich glaube, dass wir in ein paar Jahren mindestens zwei weitere TruLaser Center 7030 bei uns stehen haben werden. Die Maschine ist der Alleskönner. Weil die Losgrößen seit Jahren immer kleiner werden, brauchen wir ein solch hochflexibles System.“

 

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Schreiben Sie uns: Blechhelden@de.trumpf.com

Dieser Artikel erschien erstmals im Herbst 2016.



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